Volkswagen weist Vorwürfe von Suzuki zurück
Europas größter Autobauer Volkswagen setzt sich weiter gegen die jüngsten Vorwürfe seines japanischen Kooperationspartners Suzuki zur Wehr.

Suzuki bezichtigt den Wolfsburger Autobauer Volkswagen nach wie vor des Vetrgasbruchs. - Bild: VW
In der Nacht zum Donnerstag war der Zwist zwischen den Deutschen und den Japanern in die nächste Runde gegangen: Suzuki hatte VW des Vertragsbruchs bezichtigt.
“Volkswagen hat sich stets an die bestehenden Verträge gehalten”, sagte ein Sprecher des DAX-Konzerns am Freitag auf Anfrage von Dow Jones Newswires.
Volkswagen bedauere den Schritt von Suzuki und könne ihn nicht nachvollziehen, sagte der Sprecher der Niedersachsen. “Volkswagen hat von Beginn an alles unternommen, um die Partnerschaft zum Erfolg zu führen”.
Streit entzündete sich an Suzukis Drang zu Fiat
Der Streit zwischen den Kooperationspartnern zieht sich seit Wochen hin. Die von Beginn an schwelenden Unstimmigkeiten waren Mitte September aus dem Ruder gelaufen. VW stieß sich seinerzeit daran, dass Suzuki Ende Juli die Partnerschaft mit Fiat intensiviert hatte und Dieselmotoren bei den Italienern orderte. Diese hätten auch aus Wolfsburg kommen können. VW interpretierte das als Verstoß gegen den 2009 geschlossenen Kooperationsvertrag und forderte Suzuki auf, dies rückgängig zu machen.
Unmittelbar nachdem VW damals Suzuki Vertragsbruch vorgeworfen hatte, reagierten die Japaner mit der Ankündigung, sämtliche Beziehungen zu den Niedersachsen abbrechen und die wechselseitige Kapitalverflechtung auflösen zu wollen. Entgegen den Forderungen will VW die knapp 20 Prozent-Beteiligung an den Japanern allerdings behalten. Die VW-Führungsriege erklärte mehrfach, Suzuki sei ein attraktives Investment und man sei weiter an einer Zusammenarbeit interessiert.
Spekulationen um eine Suzuki-Übernahme
VW hatte sich Ende 2009 für insgesamt rund 1,7 Milliarden Euro bei Suzuki eingekauft, die Japaner hatten im Gegenzug 1,5 Prozent an den Niedersachsen übernommen. Mit dem Einstieg wollte VW vor allem von der Kleinwagen-Expertise von Suzuki profitieren und auf dem indischen Wachstumsmarkt Fuß fassen, den die Japaner beherrschen. Seither kursieren Spekulationen, VW wolle Suzuki ganz übernehmen.
Alle Beiträge zu den Stichworten Volkswagen Suzuki
Dow Jones Newswires/kru





