Volkswagen will Ende der Spekulationen um Suzuki-Partnerschaft
Europas größter Automobilhersteller Volkswagen will unverändert an seinem Anteil festhalten. Das stellte der Konzern am heutigen Montag unmissverständlich klar.
Entgegen den Forderungen der Japaner will Volkswagen und sein Chef Martin Winterkorn die knapp 20 Prozent-Beteiligung an Suzuki behalten. - Bild: VW
Die Diskussion zwischen beiden Parteien werde künftig ausschließlich intern geführt: “Daher wird Volkswagen alle weiteren Spekulationen nicht kommentieren.”
In den vergangenen Tagen war die bereits schwierige Situation zusätzlich angeheizt worden. Am Freitag warfen die Japaner den Niedersachsen den Bruch des 2009 abgeschlossenen Kooperationsvertrags vor. Unter anderem monierte Suzuki, VW habe nicht wie versprochen Zugang zu den eigenen Technologien gewährt. VW wies die Vorwürfe umgehend zurück. Am Montag war dann in der Presse zu lesen, dass die Japaner notfalls ein Schiedsgericht anrufen wollen.
Unstimmigkeiten drohen zu eskalieren
Der Zwist zwischen den Kooperationspartnern zieht sich bereits seit Wochen hin. Die von Beginn an schwelenden Unstimmigkeiten waren Mitte September aus dem Ruder gelaufen. VW stieß sich seinerzeit daran, dass Suzuki Ende Juli die Partnerschaft mit Fiat intensiviert hatte und Dieselmotoren bei den Italienern orderte. Diese hätten auch aus Wolfsburg kommen können. VW interpretierte das als Verstoß gegen den 2009 geschlossenen Kooperationsvertrag und forderte Suzuki auf, das Geschäft rückgängig zu machen.
VW will an der Beteiligung festhalten
Darauf reagierte Suzuki mit der Ankündigung, sämtliche Beziehungen zu den Niedersachsen abbrechen und die wechselseitige Kapitalverflechtung auflösen zu wollen.
Entgegen den Forderungen will VW die knapp 20 Prozent-Beteiligung an den Japanern allerdings behalten. Die VW-Führungsriege erklärte mehrfach, Suzuki sei ein attraktives Investment und man sei weiter an einer Zusammenarbeit interessiert.
VW hatte sich Ende 2009 für insgesamt rund 1,7 Milliarden bei Suzuki eingekauft, die Japaner hatten im Gegenzug 1,5 Prozent an den Niedersachsen übernommen. Mit dem Einstieg wollte VW vor allem von der Kleinwagen-Expertise von Suzuki profitieren und auf dem indischen Wachstumsmarkt Fuß fassen, den die Japaner beherrschen. Seither kursieren Spekulationen, VW wolle Suzuki ganz übernehmen.
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Dow Jones Newswires/kru





