VW muss Rückschlag in Nordamerika hinnehmen

07.10.2011, 15:54 Uhr

Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen ruft Diesel-Pkw in den USA und Kanada wegen Problemen an der Einspritzanlage in die Werkstätten zurück.

VW Jetta USA

Der Rückruf der Dieselmodelle kommt Volkswagen USA zu einem ausgesproche schlechten Zeitpunkt. - Bild: VW

Und das gerade jetzt, wo die Kunden dort doch endlich von der VW-Qualität überzeugt will.

Betroffen sind knapp knapp 170.000 Autos mit 2,0-Liter-TDI-Dieselmotoren.

Ein VW-Sprecher sagte am Freitag in Wolfsburg, man gehe davon aus, dass bei einem Teil der Fahrzeuge Hochdruckleitungen ausgetauscht werden müssten. Diese Leitungen könnten durch Vibrationen möglicherweise brechen, dann könnte Kraftstoff austreten.

Die Reparatur sei aber voraussichtlich nur bei “weniger als einem Viertel” der Autos notwendig, sagte der VW-Sprecher. Laut eines Berichts der Zeitung ″Detroit News″ könnte rund jedes fünfte zurückgerufene Auto diesen Defekt aufweisen, der möglicherweise auf einen Produktionsfehler bei einem Zulieferer zurückzuführen ist.

Betroffen sind 161.000 Golf und Jetta ab Baujahr 2009 sowie 7.100 Audi A3. Im Laufe des Novembers sollen betroffene US-Kunden benachrichtigt, das Bauteile kostenlos ersetzt und mit zusätzlichen Dämpfern versehen werden. Laut VW sind in Deutschland keine Probleme mit dem baugleichen Dieselaggregat bekannt.

VW blies im Frühjahr zur großen Zuverlässigkeitsoffensive

Das Problem trifft VW zur Unzeit. Denn in den USA gelten die Autos des Konzerns bei weitem nicht als so zuverlässig wie hierzulande. Im Frühjahr hatte VW-Chef Martin Winterkorn in den USA zur großen Offensive geblasen.

1,5 Milliarden Euro investierten die Wolfsburger in den letzten Jahren, um in Nordamerika künftig wettbewerbsfähige Autos zu produzieren. Im Mai gab Winterkorn den Startschuss für das Kernprojekt, ein neues Autowerk in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee. Eine Milliarde Dollar, rund 700 Millionen Euro, kostet allein dieses Werk. ″Wir glauben an Amerika als eine der führenden Autonationen der Welt″, sagte Winterkorn damals.

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dpa-AFX/Handelsblatt/kru

 

 

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