VW will auf Suzuki zugehen
Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen setzt im Streit mit Suzuki auf eine Deeskalation der verfahrenden Situation.

Hans Demant: "Suzuki und Volkswagen haben komplementäre technologische Ansätze. Aber die Industrielogik stimmt nach wie vor." - Bild: VW
Man schlägt im Streit mit dem japanischen Hersteller Suzuki versöhnlichere Töne an, bleibt aber hart in der Sache. „Wir sind bereit, wieder auf Suzuki zuzugehen“, sagte der bei den Wolfsburgern für die Koordination internationaler Projekte zuständige Manager Hans Demant am Donnerstag laut der Branchenzeitschrift “Automobil Produktion” auf einem Kongress in Graz.
Hinter den Kulissen wird nach einer Lösung gesucht
Die Japaner versuchen mit aller Kraft, die seit zwei Jahren existierende Allianz mit den Deutschen wieder aufzulösen. Der Rosenkrieg wurde lange in der Öffentlichkeit ausgetragen, zuletzt suchte VW hinter den Kulissen nach einer Lösung.
“Suzuki und Volkswagen haben komplementäre technologische Ansätze. Aber die Industrielogik stimmt nach wie vor”, wird Demant zitiert. Er bekräftigte zudem, dass die Rückgabe des VW-Anteils von knapp 20 Prozent an den Japanern nicht in Frage komme und stellte klar, dass die Ziele für 2018 nicht vom Erfolg der Zusammenarbeit abhängen. Bis spätestens 2018 will der DAX-Konzern die Marke von zehn Millionen verkauften Autos knacken und damit zum größten Hersteller der Welt aufsteigen.
Wochenlanger Rosenkrieg der beiden Partner
Vergangene Woche waren die seit Monaten andauernden Streitigkeiten der beiden Automobilhersteller endgültig eskaliert, als Suzuki Volkswagen des mehrfachen Vertragsbruchs bezichtigt hatte.
Mitte September hatten die Wolfsburger Suzuki ihrerseits vorgeworfen, sich nicht an bestehende Kooperationsverträge gehalten zu haben. Suzuki kündigte daraufhin an, sämtliche Beziehungen zu den Niedersachsen abbrechen und die wechselseitige Kapitalverflechtung auflösen zu wollen.
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Dow Jones Newswires/kru





