Continental steuert auf Jahresziele zu
Der Autozulieferer Continental hat nach Meinung von Experten den Wachstumskurs im dritten Quartal fortgesetzt und erneut Marktanteile hinzugewonnen.

Analysten rechnen damit, dass Conti-Chef Elmar Degenhart am kommenden Donnerstag ein starkes Ergebnis vorlegen wird. - Bild: Continental
Zudem konnten die Hannoveraner Belastungen durch hohe Rohstoffkosten mit sukzessiven Preissteigerungen bei den Reifen zumindest zum Teil ausgleichen. Die im MDax notierte Gesellschaft will am Donnerstag die Zahlen veröffentlichen.
Analysten erwarten Umsatzanstieg
Die Analysten erwarten im Schnitt für den Zeitraum von Juli bis September einen Umsatzanstieg von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 7,33 Milliarden Euro. Christian Ludwig vom Bankhaus Lampe sieht Contis Autosparte in etwa doppelt so stark wachsen wie die weltweite Autoproduktion.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat nach Meinung der Experten sehr deutlich um 81 Prozent auf 662 Millionen Euro zugelegt. Unter dem Strich sehen die Analysten 290 Millionen Euro, nach nur 14 Millionen im Vorjahr. In der Vergleichsperiode hatte eine unerwartete Steuerbelastung schwer zu Buche geschlagen.
Die von Conti-Chef Elmar Degenhart ausgegebenen Ziele für das Gesamtjahr sehen die Experten nicht in Gefahr. Das Unternehmen soll Erlöse von mindestens 29,5 Milliarden Euro erwirtschaften und damit den Rekordwert aus dem Vorjahr von 26 Milliarden Euro noch einmal toppen. Die Marge auf das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern, bei dem Conti Abschreibungen auf den Firmenwert der zugekauften Siemens-Sparte VDO herausrechnet, soll zweistellig ausfallen.
Reifensparte als Wachstumstreiber
Als Hauptwachstumstreiber und Gewinnbringer dürfte sich erneut die Reifensparte erweisen. Wegen der aktuell fallenden Rohstoffpreise könnte der Gewinn der Sparte im nächsten Jahr noch weiter steigen, meinen die Analysten von der Deutschen Bank. Insgesamt bleibt aber die Entwicklung der Automärkte angesichts allgemeiner Konjunktursorgen abzuwarten.
Conti verstärkt derzeit das Engagement in den Wachstumsregionen. So wird beispielsweise das Reifengeschäft in Indien weiter ausgebaut, aber auch ein neues Werk in den USA errichtet. Angesichts der weiten Distanzen und des schwachen öffentlichen Personenverkehrs dürfte der Autobedarf in den Vereinigten Staaten noch über Jahre Bestand haben.
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dpa-AFX/kru





