Mercedes-Manager und Daimler streiten vor Gericht
Der Streit zwischen dem fristlos entlassenen Chef von Mercedes-Benz in den USA, Ernst Lieb, und Daimler geht vor Gericht weiter.

Ernst Lieb verstieß gegen Vorgaben des internen Verhaltenskodex. - Bild: Daimler
Beide Seiten hätten sich bei einem Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Stuttgart nicht einigen können, sagte eine Sprecherin am Dienstag. Voraussichtlich im März 2012 werde es deshalb einen Verhandlungstermin vor der Kammer des Arbeitsgerichts geben. Lieb war Mitte Oktober fristlos entlassen worden.
Lieb weist alle Vorwürfe zurück
Dem langjährigen Mercedes-Chef in den USA wird vorgeworfen, sich auf Firmenkosten bereichert zu haben. Dabei geht es um den Einbau eines Fitness-Studios und einer Entertainment-Anlage in seiner Dienstvilla im US-Bundesstaat New Jersey für mehr als 100.000 Dollar. Außerdem sollen mehrere Einrichtungsgegenstände wie Waschmaschine und Wäschetrockner auf Firmenkosten gekauft worden sein.
Liebs Anwalt Stefan Nägele weist die Vorwürfe zurück. Die Umbauten seien nicht von seinem Mandanten veranlasst worden, sagte der Anwalt am Dienstag. Dies sei über die Gebäudemanagement-Abteilung von Daimler gelaufen. Eine Daimler-Sprecherin sagte dagegen: “Grund für die Kündigung sind erhebliche Verstöße des Mitarbeiters gegen interne Verhaltensrichtlinien durch persönliches Fehlverhalten in erheblicher Größenordnung.”
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dpa/AFX/kru





