Moody’s sieht europäische Autohersteller für China-Einbruch gerüstet

22.11.2011, 13:32 Uhr

Die Ratingagentur Moody’s hält Volkswagen, BMW, Daimler und Peugeot für einen möglichen Einbruch ihres chinesischen Geschäfts ausreichend gerüstet.

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Der chinesische Automarkt befindet sich seit Jahren im Boom und steht inzwischen weltweit an erster Stelle. - Bild: Moody's

Erst bei einem noch größeren Rückgang als um 25 Prozent wären die Ratings der Autohersteller in Gefahr, schreiben die Analysten in einer am Dienstag verbreiteten Veröffentlichung.

Würden die Absätze auf den anderen Fahrzeugmärkten gleichzeitig stabil bleiben, dürften die Ratings dieser Unternehmen trotz China-Schwäche unverändert bleiben.

Moody’s sieht sieben Prozent Wachstum

Chinas Kfz-Markt werde im kommenden Jahr wahrscheinlich um sieben Prozent wachsen, glaubt Moody’s. Die Automärkte weltweit zeichneten sich aber durch eine große Volatilität aus. Der chinesische Automarkt befinde sich seit Jahren im Boom und stehe inzwischen weltweit an erster Stelle. Allerdings zeigten historische Trends, dass ein ausgesprochenes Wachstum auch immer mit Dellen verbunden sei. Moody’s empfiehlt Anlegern daher, ein theoretisches Abwärtsszenario in ihre Entscheidungen einfließen zu lassen.

Im Durchschnitt gingen im Jahr 2010 geschätzte 15 Prozent aller von europäischen Autobauern produzierten Wagen in den Export nach China. In dieser Zahl sei die Produktion von europäisch-chinesischen Gemeinschaftsunternehmen bereits enthalten. Europaweit schwanke die Bedeutung Chinas erheblich. Volkswagen verkaufe 27 Prozent seiner Fahrzeuge ins Reich der Mitte, Fiat erziele dort dagegen nahezu keine Umsätze.

Hochprofitables China-Geschäft

Das China-Geschäft sei für Europas Autohersteller hochprofitabel. Der Beitrag zum Ergebnis liege deutlich über dem Umsatzanteil. Im Krisenjahr 2009 verschaffte der Wachstumsmarkt China der schwächelnden hiesigen Fahrzeugindustrie ein dringend benötigtes Auftragspolster.

Einen nochmaligen drastischen Nachfrageeinbruch in den USA und Europa könne der chinesische Markt allerdings wahrscheinlich nicht wettmachen. Derzeit sei die Automobilindustrie besonders von volkwirtschaftlichen Unsicherheiten in den USA und Europa bedroht.

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Dow Jones Newswires/kru

 

 

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