Rheinmetall sagt Automotive-Börsengang ab
Der Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall hat die Pläne für einen Börsengang seiner Automobilsparte gestoppt.

Der Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall sagt den geplanten Börsengang seiner Automotivesparte ab. - Bild:Rheinmetall
Das Unternehmen begründete diese Entscheidung am Donnerstag mit der Instabilität an den Kapitalmärkten. Deshalb seien die Voraussetzungen für einen Börsengang der Kolbenschmidt Pierburg AG (Neckarsulm) derzeit nicht gegeben.
Deutschlands größter Rüstungshersteller hatte im Juli angekündigt, die Zwei-Säulen-Strategie des Konzerns zu überprüfen und dabei über einen Rückzug aus dem Autogeschäft nachzudenken. Rheinmetall besteht aus zwei etwa gleich großen Säulen. Die Rüstungssparte produziert gepanzerte Fahrzeuge, Flugabwehrsysteme, Waffen und Munition. Der Autozweig stellt unter anderem Motoren-Kolben und -Blöcke sowie Pumpen her.
Automotivesparte mit größtem Umsatzplus
In den ersten drei Quartalen stieg der Rheinmetall-Umsatz um 14 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Die Autosparte erzielte ein Umsatzplus von 19 Prozent, im Rüstungsbereich stieg der Umsatz um 8 Prozent Für das gesamte Jahr erwartet Rheinmetall einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro. Das ist etwas weniger als noch im Sommer prognostiziert.
Auch beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde die Prognose reduziert: Nun wird mit einem EBIT zwischen 340 und 360 Millionen Euro gerechnet. Grund hierfür sind vor allem der niedrige Auftragseingang in der Verteidigungssparte.
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dpa/kru





