SGL Carbon-CEO Koehler zeigt sich zuversichtlich für 2012
Der Graphitspezialist SGL Carbon zeigt trotz der sich abschwächenden Wirtschaftsentwicklung Zuversicht für 2012 und kalkuliert mit mehr Umsatz und Gewinn.

Robert Koehler: "Wir denken, dass wir 2012 trotz der Unsicherheiten in den Märkten wieder gut wachsen werden." - Bild: SGL Carbon
“Wir denken, dass wir 2012 trotz der Unsicherheiten in den Märkten wieder gut wachsen werden, sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis, ähnlich wie 2011, wenn keine dramatischen wirtschaftspolitischen Verwerfungen eintreten”, sagte Vorstandsvorsitzender Robert Koehler.
Weiteres Wachstum im Visier
Dabei rechnet der Manager in seinen beiden großen Sparten mit einer Verschiebung. Das derzeit starke Geschäft mit Graphitspezialitäten werde sich zwar 2012 weiter auf hohem Niveau entwickeln, aber nicht mehr so stark wie 2011, sagte er.
Im größten aber schwächelnden Geschäftsbereich Performance Products (PP) soll die Umsatzrendite von derzeit etwa 16,6 Prozent bis Ende 2012 wieder auf 20 Prozent gehoben werden. Preiserhöhungen sollen helfen, die Marge dort zu verbessern.
Koehler erwartet 2012 im Einklang mit der Chemiebranche zwar eine Wachstumsabschwächung aber keine Rezession. In einigen Segmenten sei auch bereits eine gewisse Zurückhaltung bei Kundenbestellungen zu spüren, meinte er.
Viele Unternehmen achteten derzeit sehr genau auf ihre Liquidität und versuchten deshalb zum Jahresende ihre Vorräte niedrig zu halten. Das sei aber positiv für 2012, weil dann die Nachfrage im kommenden Jahr im Unterschied zu 2009 auf niedrige Vorräte treffe. Die Zahlungsmoral sei weiterhin gut, sagte er.
Aktionäre sollen wieder am Gewinn beteiligt werden
Der Manager hat weiter das Ziel, die Aktionäre am Gewinn 2011 zu beteiligen. Zuletzt hatte der MDax-Konzern für 1997 eine Dividende ausgeschüttet.
“Wir haben die feste Absicht, mit der Zahlung einer Dividende anzufangen. Das Einzige, was hier im Moment etwas die Sichtweise trübt, sind die wirtschaftspolitischen Risiken und die möglichen Konsequenzen daraus”, sagte Koehler. “Wenn sich die Situation halbwegs stabilisiert, sehe ich keinen Grund, nicht mit einer Dividendenzahlung anzufangen”. Das werde zwar eine kleine Ausschüttung sein, aber entscheidend sei, dass sie dann kontinuierlich durchgehalten werde.
Keine Diskussionen um geplanten Einstieg von BMW
Zu den unlängst aufgekommenen neuen Spekulationen, wonach der Autohersteller BMW einen Einstieg bei SGL Carbon plane und der Volkswagen-Konzern über eine Aufstockung seines Anteils nachdenke, wollte sich Koehler nicht näher äußern. “Davon haben wir überhaupt keine Kenntnis und es gibt dazu auch keine Diskussionen”, sagte er lediglich.
Bislang hält BMW selbst keine Aktien an SGL. Die BMW-Großaktionärin Susanne Klatten ist aber über ihr Investmentvehikel Skion mit 29 Prozent an dem Unternehmen beteiligt. VW hält knapp zehn Prozent an dem Wiesbadener MDax-Konzern.
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Dow Jones Newswires/kru





