S&P sieht Europas Autobauer besser gegen Rezession gewappnet
Europas Autobauer haben nach Einschätzung von Standard & Poor’s in der vergangenen Krise ihre Hausaufgaben gemacht.

Die Autohersteller haben ihre Präsenz in Wachstumsregionen außerhalb Europas gesteigert und ernten nun die Früchte ihrer Kostensenkungs- und Effizienzmaßnahmen. - Bild: dpa
Die Kreditqualität der Konzerne sei gegen eine mögliche Double-Dip-Rezession in Europa besser gewappnet als bei der Rezession 2009, schreibt die Ratingagentur in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht.
“Die Autohersteller haben ihre Präsenz in Wachstumsregionen außerhalb Europas gesteigert und ernten nun die Früchte ihrer Kostensenkungs- und Effizienzmaßnahmen”, stellt S&P-Kreditanalyst Eric Tanguy fest. “Bis jetzt beobachten wir auch eine bessere Disziplin bezüglich Lagerhaltung und Preisen in der Automobilindustrie. Auch die Bilanzen wurden infolge der Rückführung der Verschuldung gestärkt.”
Wahrscheinlichkeit einer Europa-Rezession bei 40 Prozent
Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Rezession in Europa in den nächsten Monaten bezifferten S&P-Ökonomen auf etwa 40 Prozent. Das Basisszenario für die Wirtschaft beinhalte ein moderates Wachstum des Bruttoinlandproduktes in der Euro-Zone von 1,1 Prozent im kommenden Jahr.
Davon ausgehend dürfte der Absatz von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in Westeuropa 2011 und 2012 leicht zurückgehen. Dennoch könnten Erträge und Margen dank der von den Herstellern in den Krisenjahren 2008 und 2009 ergriffenen Maßnahmen leicht steigen und damit einen Ausgleich schaffen.
Die Verbesserungen der Rentabilität dürften nachhaltig sein. Zudem werde die Kreditqualität der Autobauer von ihrer Expansion in den schnell wachsenden chinesischen Markt gestützt, sodass selbst bei einem erneuten weltweiten Einbruch nur begrenzt Herabstufungen drohten.
Dow Jones Newswires/kru





