VW will keine eigenen Modelle mehr für China bauen
Nach gut einem Jahr in Peking vollzieht Volkswagens China-Chef Karl-Thomas Neumann einen Strategieschwenk und will keine eigenen Modelle mehr für den größten Fahrzeugmarkt der Welt bauen.

Karl-Thomas Neumann: "Ausschließlich für China entworfene Autos werden wir wohl nicht mehr auf den Markt bringen." - Bild: VW
Angesichts der wachsenden Ansprüche der Chinesen will Neumann keine Autos nur für den eigenen Markt bauen. “Unsere Kunden schätzen europäisches Design. Deshalb nehmen wir weltweit eingesetzte Konzernmodelle und statten sie mit vielen speziellen Details aus”, sagte der VW-Topmanager dem “Handelsblatt” (Freitag).
Weitere Volumenmarke für China geplant
Europas größter Autobauer setzt weiter auf Wachstum in China. “Der Absatz steigt kräftig. Die Hürde von zwei Millionen Fahrzeugen überspringen wir in diesem Jahr wohl deutlich, die Richtung stimmt”, sagte Neumann.
Den Verkauf soll 2012 eine weitere Volumenmarke des Konzerns antreiben. Auf der kommende Woche startenden Automesse in Guangzhou in Chinas Süden stellt Neumann den Markenauftritt der spanischen VW-Tochter Seat vor.
“China ist so groß, dass es für alle möglichen Nischen Raum bietet”, sagte der VW-Manager. Seat will er als “sehr emotionale, südeuropäisch geprägte Marke” positionieren. Vorerst kommen die Seat-Modelle aus Spanien. Bei genügender Nachfrage ist eine Produktion in China nach einem erfolgreichen Start aber nicht ausgeschlossen. “Mittelfristig werden wir sehen, wie hoch der Bedarf ist. Aber lassen Sie uns erst einmal starten”, sagte Volkswagens China-Chef dem Handelsblatt.
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Dow Jones Newswires/kru





