Autoindustrie rechnet 2012 mit Gegenwind
Die deutschen Automobilhersteller steuern 2011 zwar auf ein Rekordergebnis zu, sind aber für das kommende Jahr nur bedingt optimistisch.

Matthias Wissmann: "Wir erwarten mehr Gegenwind, 2012 wird ein hartes Arbeitsjahr." - Bild: dpa
Man stellt sich insgesamt auf härtere Zeiten ein: Während für die Auslandsproduktion 2012 weiteres Wachstum erwartet wird, rechnet der Verband der Automobilindustrie (VDA) für die Inlandsproduktion und den Export mit einer Produktion etwa auf dem gleichen Niveau wie 2011.
Hersteller stellen sich auf härtere Zeiten ein
“Wir erwarten mehr Gegenwind, 2012 wird ein hartes Arbeitsjahr”, sagte der VDA-Präsident Matthias Wissmann am Freitag in Berlin. Vieles hänge davon ab, wie sich die Finanzkrise in Westeuropa entwickele.
Die deutschen Hersteller hätten in diesem Jahr auf der ganzen Welt mit Ausnahme von Südamerika ihren Marktanteil ausgebaut, sagte Wissmann. Die Produktion von Personenwagen im Inland werde in diesem Jahr die Marke von 5,9 Millionen Fahrzeugen übertreffen. Das ist ein Zuwachs von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und ein Rekordwert.
Im November legten die Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahresmonat um drei Prozent auf 269.300 zu, wie der VDA weiter mitteilte. Im bisherigen Jahresverlauf wurden 2,93 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen, das waren neun Prozent mehr als 2010.
Die deutsche Autoindustrie inklusive der Zulieferer hat nach VDA-Angaben derzeit 730.000 Stammbeschäftigte, 23.600 mehr als ein Jahr zuvor.
Dow Jones Newswires/dpa/kru





