China verteidigt Strafzölle

15.12.2011, 9:48 Uhr

Die chinesische Regierung hat seine Strafzölle auf Autos aus den USA verteidigt.

BMW Produktion Spartanburg

BMW-Fahrzeuge aus Spartanburg werden künftig mit Strafzöllen belegt, wenn sie nach China exportiert werden. - Bild: BMW

Die Entscheidung basiere “auf Gesetzen und Tatsachen”, teilte das Handelsministerium am Donnerstag in Peking nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua mit. Die schon seit zwei Jahren laufende Untersuchung sei “objektiv, gerecht und verantwortlich” vorgenommen worden. Auslöser seien Klagen chinesischer Autohersteller über die US-Konkurrenz gewesen.

Es werden abgestuft nach Produzent jeweils Zölle bis zu 21,5 Prozent wegen Dumping sowie bis zu 12,9 Prozent wegen Subventionen auf importierte Limousinen und Geländewagen mit Motoren über 2,5 Liter Hubraum aus den USA erhoben. Die zwei Jahre geltenden Strafabgaben waren bereits im Mai angedroht worden.

Auch deutsche Autobauer wie BMW und Daimler, die in den USA unter anderem für den Export nach China produzieren, sind von Strafzöllen wegen Preisunterbietung in Höhe von 2,0 beziehungsweise bis 2,7 Prozent getroffen.

Auch deutsche Autobauer betroffen

Ein Mercedes-Sprecher in Peking sagte, es werde noch geprüft, welche Auswirkungen die Entscheidung haben werde. Mercedes baue in den USA die Sportwagen der M-, R- und GL-Klassen auch für den chinesischen Markt. Der Rivale BMW betonte, der Konzern rechne nicht mit spürbaren Folgen.

Selbst der US-Autoriese General Motors zeigte sich betont gelassen, obwohl das Unternehmen die schwerste Bürde zu tragen hat.

GM muss künftig 8,9 Prozent wegen Dumping sowie 12,9 Prozent wegen Subventionen an Zöllen für seine Importe in China bezahlen. Bei Chrysler sind es 8,8 sowie 6,2 Prozent. Der japanische Hersteller Honda muss für seine in den USA produzierten Wagen 4,1 Prozent allein wegen Dumpings zahlen.

Alle Beiträge zu den Stichworten China USA BMW Daimler General Motors

dpa-AFX/kru

 

 

Anzeige

 

Artikel aus dem Archiv

Illustration China belegt Autos aus den USA mit Strafzöllen Im Handelsstreit mit den USA will China in Amerika produzierte Autos mit Strafzöllen belegen.  [weiter...]
Illustration MAN-Chef verteidigt Pläne für Allianz mit Scania Georg Pachta-Reyhofen hat die Pläne von Großaktionär Volkswagen für eine Kooperation mit der VW-Tochter Scania verteidigt.  [weiter...]
Illustration BMW steigert Absatz in China deutlich Deutliches Plus in China. Der Münchner Premiumhersteller BMW bleibt seinem Rivalen Audi im Reich der Mitte auf den Fersen.  [weiter...]
Illustration BMW lässt Autoteile per Zug nach China transportieren Ab Ende November wird DB Schenker Rail Automotive täglich Containerzüge mit Autoteilen von BMW von Leipzig bis ins ferne China rollen lassen.  [weiter...]
 

Anzeige


 

Anzeige

AKTUELL sidebarTabs


• Alle Meldungen finden Sie im Archiv

AKTIE IM FOKUS sidebarTabs


• Alle Aktienmeldungen finden Sie im Archiv

MEDIA sidebarTabs

Volkswagen stellt neues Cross Coupe vor


Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen präsentierte auf der Tokyo Motor Show 2011 eine Studie namens Cross Coupé. Den Beitrag und den Spot finden Sie hier!

AUTOMOBIL PRODUKTION Ausgabe 5/2012

Die Ausgabe 5/2012 erscheint am 24. Mai 2012.
Inhalt der aktuellen Ausgabe
AUTOMOBIL PRODUKTION abonnieren

AUTOMOBIL PRODUKTION Newsletter

Das Wichtigste immer im Blick: Der tägliche AUTOMOBIL PRODUKTION Newsletter hält Sie per E-Mail auf dem Laufenden.
 

AUTOMOBIL PRODUKTION Services

 

firstindex


Mit First Index nutzen Zulieferer aus der Fertigungsindustrie ihre Kapazitäten besser, erweitern ihre Kundenbasis und erhalten mehr passende und rentablere Aufträge.
• Hier erfahren Sie mehr...

Auto Testberichte und Erfahrungsberichte

autoplenum.de

autoplenum.de
bietet ihnen umfangreiche VW-Test und Erfahrungsberichte an, die exklusiv von VW-Fahrern geschrieben wurden. mehr...