Continental sieht keinen Abschwung in der Autobranche
Der Autozulieferer Continental blickt zuversichtlich ins neue Jahr und sieht derzeit keinerlei Zeichen für einen Abschwung in der Autobranche.

Elmar Degenhart: Amerika und Asien werden Europas Schwäche ausgleichen. - Bild: Continental
“Für die deutsche Automobilindustrie kann 2012 ein gutes Jahr werden”, sagte Vorstandschef Elmar Degenhart im Gespräch mit der “Süddeutschen Zeitung” (Donnerstag). Bei Conti sei das Schlussquartal 2011 “sehr gut gelaufen”. “Der Umsatz sollte knapp über dem Niveau des dritten Quartals liegen.”
Conti wird mit einem starken Jahr 2011 abschließen
Im dritten Quartal hatte Conti Erlöse von 7,71 Milliarden Euro erzielt. Damit würde der Konzern die eigene Jahresprognose von mindestens 29,5 Milliarden Euro Umsatz übertreffen. Ein Händler wertete die angepeilten Jahreserlöse von 30,3 Milliarden Euro am Morgen positiv, obwohl Conti “nichts zum Gewinn” gesagt habe. Vorbörslich notierten die Aktien im Plus.
Degenhart rechnet für 2012 mindestens mit einer weltweiten Automobilproduktion auf dem Niveau dieses Jahres von 75 Millionen Fahrzeugen. Es sei aber auch eine Steigerung von drei bis vier Prozent auf 77 bis 78 Millionen Wagen denkbar. Bei der Vorstellung der Bilanz zum dritten Quartal Anfang November hatte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer gesagt, Conti könne selbst in einem stagnierenden Markt 2012 um fünf Prozent wachsen. Degenhart bekräftigte nun, besonders die Bereiche Elektronik und Reifen zeigten ein überdurchschnittliches Wachstum.
Amerika und Asien werden Europas Schwäche ausgleichen
Anders als der Wettbewerber Bosch, der künftig mit Daimler E-Motoren für Elektroautos baut, will sich Conti nicht fest an einen Autokonzern binden. “Wir sehen uns lieber nach Partnern in anderen Branchen um, etwa in der Informationstechnologie oder bei Energiezulieferern.”
Einen weltweiten wirtschaftlichen Absturz befürchtet Degenhart nicht. Zwar werde es wegen der Schuldenkrise in Europa Rückgänge geben, es bestünden aber Wachstumschancen in Amerika, und in Asien sei mit Zuwächsen zu rechnen. “Beides dürfte die Schwäche in Europa mehr als ausgleichen.”
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dpa-AFX/kru





