Daimler will Regelgestrüpp gegen Korruption lichten
Im Kampf gegen Korruption will der Stuttgarter Autobauer Daimler das ausufernde Regelwerk für seine Beschäftigten überarbeiten.

Christine Hohmann-Dennhardt: Das neue Kompendium soll weniger Regeln, aber dafür den Beschaftigten mehr Hilfestellung und Rat bieten. - Bild: Daimler
“Ich hoffe, dass wir dann ein Kompendium haben werden, das weniger Regeln, aber dafür mehr Hilfestellung und Rat bieten wird”, sagte Daimler-Vorstand Christine Hohmann-Dennhardt dem “Handelsblatt” (Freitag). Mit einem zu umfangreichen Regelwerk schaffe das Unternehmen jedoch nur “ein Gestrüpp von Vorschriften, die die Mitarbeiter gar nicht mehr überschauen können”, sagte Hohmann-Dennhardt.
Belegschaft stärker einbinden
Die Managerin leitet seit zehn Monaten das neue Ressort Integrität und Recht. Die Ex-Bundesverfassungsrichterin ist die erste Frau überhaupt in der Konzernspitze des schwäbischen Autoriesen.
Die Managerin berichtete, dass sie die Belegschaft bei der Aufstellung der neuen Richtlinien stärker als bisher einbinden wolle. “Wir wollen jetzt mit den Mitarbeitern über Integrität reden und die Ergebnisse dann in unsere neue Verhaltensrichtlinie einfließen lassen.”
Sie gehe davon aus, dass der neue Verhaltenskodex Mitte 2012 in Kraft treten kann. Hintergrund ihrer Bemühungen sind die Korruptionsprobleme, mit denen sich Daimler in der Vergangenheit ausgesetzt sah. Hohmann-Dennhardt ist guter Dinge, dass diese Skandale nicht wiederkehren. Es habe “in den vergangenen Jahren einen Kulturwandel gegeben”.
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dpa/kru





