Neumann sieht Chinas E-Mobility Pläne skeptisch
VW-China-Chef Dr. Karl-Thomas Neumann ist skeptisch, ob China sein ambitioniertes Ziel, bis 2015 eine Million E-Fahrzeuge in China auf die Straße zu bringen, noch schaffen kann.

Karl-Thomas Neumann: Chinas langfristiges Ziel bezüglich Elektromobilität wird wohl nicht realistisch sein. - Bild: VW
“Geht man von einer vernünftigen Anflugskurve für dieses Ziel aus”, sagte Neumann, “müssten mindesten schon 60.000 bis 70.000 Elektrofahrzeuge in China unterwegs sein”.
Bis Ende 2011 sind es jedoch nur rund 4.000 E-Fahrzeuge, die in China zugelassen sind. Und dies sei, laut Neumann, trotz hoher Incentives in China von umgerechnet bis zu 13.000 Euro pro Fahrzeug, “absolut unbefriedigend”. Chinas langfristiges Ziel bezüglich Elektromobilität, nämlich die Marke von fünf Millionen E-Autos bis 2020 zu schaffen, werde wohl nicht realistisch sein, so Neumann.
VW will 2018 E-Autos in Serie fertigen
Zu Volkswagens Bemühungen hinsichtlich Elektrofahrzeugen berichtete Neumann auf dem CTI Getriebe-Symposium in Berlin, dass VW derzeit Feldversuche in China mit E-Fahrzeugen durchführe, um zu lernen. Der in Deutschland bereits bekannte E-Golf besitzt die gleiche Architektur wie der Kleinwagen E-Up von VW. Alles seien skalierbare Komponenten mit der exakt gleichen Architektur. Die gleichen Komponenten plane VW auch in China zu verwenden, um entsprechende weltweite Skalen-Effekte zu generieren.
“Bis 2018 hoffen wir, dann eventuell die E-Fahrzeuge in Serienproduktion zu bringen – gemeinsam mit unseren Joint-Venture-Partnern”, kündigte der China-Chef an. Bis dahin plant VW, dass rund drei Prozent aller Volkswagen-Konzernmodelle Elektrofahrzeuge sein sollen.
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Bettina Mayer





