Honda erwartet deutlichen Gewinnrückgang
Der japanische Autohersteller Honda erwartet nach einem enttäuschenden dritten Quartal im laufenden Geschäftsjahr einen massiven Gewinneinbruch.

Honda erwartet deutlichen Gewinnrückgang. - Bild: Honda
Dem nach Volumen drittgrößten Autokonzern Japans macht vor allem die anhaltende Stärke der Heimatwährung Yen zu schaffen. Hinzu kommen die Fluten in Thailand, die im vergangenen Jahr ein wichtiges Honda-Werk unter Wasser gesetzt haben.
Der Nettoertrag sank im dritten Geschäftsquartal auch wegen der Folgen der Flutkatastrophe in Thailand deutlich um 41,2 Prozent zum Vorjahresquartal auf 47,6 Milliarden Yen (476 Millionen Euro), wie Honda am Dienstag bekanntgab. Der Umsatz verringerte sich um acht Prozent auf 1,94 Billionen Yen.
Honda kämpft noch immer mit den Folgen der Naturkatastrophe
Der Autobauer, der wie andere heimische Konzerne zusätzlich mit den Folgen der Naturkatastrophe vom 11. März 2011 zu kämpfen hatte, geht für das noch bis 31. März laufende Gesamtgeschäftsjahr unterm Strich nur noch von einem Gewinn von 215 Milliarden Yen aus, 59,7 Prozent weniger als im Vorjahr.
Im Oktober hatte das Unternehmen bei der Vorlage der Neun-Monats-Zahlen eine Prognose für das Gesamtjahr wegen der Flutkatastrophe noch nicht gewagt. Inzwischen bessert sich dort die Lage, die Produktion soll im April wieder voll aufgenommen werden.
Starker Yen macht japanischen Autobauern zu schaffen
Neben Honda macht auch anderen japanischen Autoherstellern der anhaltend starke Yen zu schaffen. Die japanische Heimatwährung hat in den vergangenen drei Jahren 15 Prozent gegenüber dem US-Dollar gutgemacht. Das erschwert die Exporte und erschwert den Wettbewerb gegenüber der Konkurrenz aus Südkorea und Europa.
Die japanischen Hersteller hoffen nun auf Subventionen durch die Regierung. Sie erwarten, dass es im Laufe des Jahres Hilfen geben wird, um die Binnennachfrage anzukurbeln und die Exportschwierigkeiten zu lindern.
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dpa/Dow Jones Newswires/dg





