Leoni hält trotz Euro-Krise an Wachstumsplänen fest
Der Nürnberger Automobilzulieferer Leoni hält ungeachtet der sich verdüsternden Wirtschaftsaussichten an seinen Wachstumsplänen fest.

Klaus Probst: Im Jahr 2016 will Leoni die Umsatzmarke von fünf Milliarden Euro erreichen. - Bild: Leoni
“Für 2012 erwarten wir weiteres Wachstum, so dass die Zielgröße für den Umsatz vier Milliarden Euro erreichbar sein sollte”, sagte Vorstandschef Klaus Probst der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (Montag). Im Jahr 2016 soll die Marke von fünf Milliarden Euro erreicht sein. Maßgeblich solle dazu die Entwicklung in den sogenannten BRIC-Ländern Brasilien, Russland, Indien und China beitragen.
Leoni baut auf lange Projektlaufzeiten
Dabei baut Probst auf die langen und damit berechenbaren Laufzeiten der Projekte der Autohersteller, mit denen Leoni 70 Prozent seines Umsatzes bestreitet. Die Stimmung lässt er sich durch die Euro-Krise nicht madig machen. “Es gibt aktuell keine nennenswerten Warnsignale aus der Autoindustrie”. Die weit überwiegende Mehrheit der Kunden sei positiv gestimmt. “Die Bedarfsaussagen der Kunden gelten für das erste Halbjahr; und demnach zeichnet sich eine Abschwächung des Geschäftes nicht ab.”
Wenn die Entwicklung in der weltweiten Autoindustrie geradeaus laufe, wachse Leoni 2012 organisch um fünf Prozent, sagte Probst. Für das vergangene Jahr deutete er einen Umsatz an, der spürbar über den prognostizierten 3,6 Milliarden Euro (plus 22 Prozent) liegen soll.
Der für 2011 angekündigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 230 Millionen Euro könnte dem Bericht zufolge etwas höher ausfallen. Probst sagte dazu nichts. Der Jahresüberschuss werde sich mit rund 140 Millionen Euro mehr als verdoppeln, schreibt die Zeitung.
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dpa-AFX/kru





