Starker Yen zwingt Mazda zu Kapitalerhöhung
Der durch den starken Yen angeschlagene japanische Autobauer Mazda zapft mit zwei Milliarden-Emissionen den Kapitalmarkt an.

Der japanische Autobauer will die Auslandsproduktion Ankurbeln. - Bild: Mazda
Durch die Aufnahme von 170 Milliarden Yen oder umgerechnet 1,6 Milliarden Euro wolle Mazda Motor seine finanzielle Situation entschärfen, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Investieren will der Konzern die Gelder außerhalb des teuren Japan.
100 Milliarden Yen sollen durch die Ausgabe neuer Aktien in die Unternehmenskassen gespült werden. Die restlichen 70 Milliarden Yen will sich Mazda über Aufnahme nachrangiger Verbindlichkeiten sichern. Mit den Geldern soll die Auslandsproduktion angekurbelt und neue Werke in Schwellenländern wie Mexiko und Russland auf die Beine gestellt werden.
Mazda leidet stärker als die Konkurrenz
Mazda leidet noch stärker als die heimische Konkurrenz unter dem hoch bewerteten Yen. Die japanische Autoschmiede fertigt besonders viele Fahrzeugmodelle im Inland und kommt somit auf eine deutlich höhere Exportquote als die Wettbewerber. Zudem sackten im Zuge der europäischen Staatsschuldenkrise die Verkäufe ab und die heftigen Überschwemmungen in Thailand führten zu Ausfällen in der Lieferkette.
Der Autobauer wird im Geschäftsjahr 2011/12, das im März endet, wahrscheinlich einen Nettoverlust von 100 Milliarden Yen aufgehäuft haben.
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Dow Jones Newswires/dg





