Toyota erwägt mehr Exporte aus Europa
Die Schwierigkeiten der japanischen Autohersteller mit der starken Landeswährung Yen könnte Gewinner auch in Europa haben.

Teurer Yen macht Exporte aus Japan nicht lukrativ, deswegen will Toyota vermehrt in Europa fertigen und exportieren. - Bild: Toyota
Der japanische Marktführer Toyota will möglicherweise Fahrzeuge aus seinen europäischen Werken um die halbe Welt bis nach Südkorea verschiffen.
Der teure Yen macht Exporte aus der deutlich näher gelegenen japanischen Produktion wenig lukrativ. Bereits heute verkauft Toyota in Amerika gebaute Autos auf dem südkoreanischen Markt. In Südkorea betreibt Toyota keine Fertigungsstätten. Der jetzt angekündigte Plan mit Exporten aus Europa sei aber noch nicht in trockenen Tüchern, teilte Toyota in Korea mit.
Teurer Yen macht Exporte aus Japan nicht lukrativ
Analysten halten Exporte aus Europa und den USA für einen logischen Schritt. Freihandelsabkommen zwischen Südkorea und beiden Wirtschaftsräumen machten diese Exportstrategie vielversprechend. Auf einen schwächeren Yen zu hoffen, sei dagegen die schlechteste Alternative. Angesichts der europäischen Staatsschuldenkrise werde die japanische Währung gegenüber dem Euro nicht nachhaltig an Wert einbüßen. Gerade kleine Diesel-Sedans aus Europa hätten bei anhaltend hohen Benzinpreisen in Südkorea echte Marktchancen, erwartet ein Analyst von NH Securities.
Toyota kooperiert mit Südkoreanern
Derweil vertieft Toyota seine Partnerschaften mit südkoreanischen Konzernen. Zusammen mit der LG Electronics Inc wird ein Navigationssystem für die neue Generation der Limousine Camry entwickelt. Mit Samsung arbeitet Toyota ebenfalls zusammen. Der Autobauer aus Japan will zudem mit anderen lokalen Unternehmen zusammenarbeiten, wenn dadurch Kosten gedrückt und der südkoreanische Geschmack damit getroffen werden könnten. Einer dieser Partner ist bereits jetzt die Hankook Tire Manufacturing Co. Sie liefert die Reifen für den Dreitürer Scion iQ, der in vier europäische Länder exportiert wird.
Toyota will sich 2012 von den Rückschlägen des Vorjahres erholen, als das Erdbeben in Japan und die thailändischen Überflutungen das Geschäft erschwert hatten. Dazu soll der südkoreanische Markt beitragen. Der Absatz dort soll sich auf 20.700 verkaufte Fahrzeuge mehr als verdoppeln, darunter 7.700 Autos der Luxusmarke Lexus.
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Dow Jones Newswires/kru





