Volkswagen-Patriarch Piech dämpft China-Hoffnungen

11.09.2012, 12:08 Uhr

Der Autobauer Volkswagen spürt die sich abkühlende Konjunktur in China – und nun hat Aufsichtsratschef Ferdinand Piech die Absatz-Erwartungen an den wichtigen Wachstumsmarkt gedämpft.

Ferdinand Piech

Nach rasantem Wachstum rechnet VW-Chefaufseher Piech für 2013 mit mindestens neun Prozent mehr verkauften Autos der zwölf Konzern-Marken in China. - Bild: dpa

VW werde 2012 mindestens zehn Prozent mehr Autos im Reich der Mitte verkaufen als im vergangenen Jahr, sagte Piech der Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag. Von Januar bis Juli war der Konzern-Absatz in China im Jahresvergleich aber schon um 17,1 Prozent gestiegen. Die Marke VW legte bis August um 16,3 Prozent zu.

Für den chinesischen Markt hat der Konzern weiter ehrgeizige Ziele. Der Absatz soll im kommenden Jahr in China zwischen neun und elf Prozent wachsen, sagte Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch dem Handelsblatt am Rande des Weltwirtschaftsforums in Tianjin. Für das laufende Jahr stellte er einen Wert deutlich “darüber” in Aussicht. Zusätzliche Investitionen schiebe Volkswagen aktuell nicht an, die aktuellen Planungen seien ausreichend, hieß es vom VW-Chefaufseher.

China ist derzeit der wichtigste Absatzmarkt von Volkswagen. Im vergangenen Jahr ist der Absatz dort um 17,7 Prozent auf 2,26 Millionen Autos gestiegen. Das sind fast 27 Prozent des weltweiten Absatzes von 8,2 Millionen. Trotz sinkenden Wachstums hat sich der Aufwärtstrend in der ersten Hälfte des laufenden Jahres gehalten. Das Plus lag im Vorjahresvergleich bei 17,5 Prozent.

Risiken für deutsche Autobauer nehmen zu

Zuletzt hatten Analysten betont, dass die Risiken für deutsche Autobauer wegen der Konjunkturabkühlung in China zunähmen. Seine weltweiten Absatzplanungen für das laufende Jahr hatte der Konzern bereits leicht nach unten korrigiert, dabei aber keine konkreten Zahlen genannt. Grund für die “geringfügigen Anpassungen” sei vor allem der schwächelnde europäische Absatzmarkt, hieß es.

Und Entspannung ist laut Piech dort nicht absehbar. Beim schwierigen Geschäft in Europa erwarte er ein Anhalten des Preisdrucks. Der Manager sagte, einige Autohersteller müssten “verschwinden”, damit die Branche gesunden könne. “Es gibt zu viele Autobauer. Wir sind gesund. Die anderen leiden”, sagte Piech.

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dpa/Guido Kruschke

 
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