Volvo will Zulieferer am Erfolg beteiligen

18.04.2013, 11:56 Uhr

“Die Optimierung der Kosten besitzt für Volvo aktuell höchste Priorität”, sagt Volvo-Einkaufsvorstand Axel Maschka im Exklusiv-Interview mit AUTOMOBIL PRODUKTION.

Axel Maschka

Volvo-Einkaufsvorstand Axel Maschka will die Zusammenarbeit mit bisher rund 500 Zulieferern mittelfristig auf 200, maximal 250 Kernzulieferer fokussieren. - Bild: Volvo

Zudem plant der schwedische Hersteller eine Erfolgsbeteiligung für Zulieferer. Erhöht werden soll so das Innovationstempo.

Im Kostensenkungsprogramm “SHAPE 2020″ plant Volvo bis Ende 2015 die Einkaufspreise um 20 Prozent zu senken, um damit für Volvo Einsparungen in Höhe von 20 Milliarden Schwedischen Kronen zu realisieren – umgerechnet etwa 2,5 Milliarden Euro. Die Zusammenarbeit mit bisher rund 500 Zulieferern will der Einkaufschef mittelfristig auf 200, maximal 250 Kernzulieferer fokussieren.

Schweden wollen Lieferanten in Einsparungsprozesse einbinden

Auch in der Beziehung zu seinen Zulieferern beschreitet Volvo neue Wege: Um als kleiner Automobilhersteller entsprechend im Innovationswettkampf zu bestehen, beteiligt Volvo künftig seine strategischen Lieferanten über drei Jahre an den Einsparungen, die ihre Innovation ermöglicht.

“Wir beginnen gerade mit den wichtigsten Lieferanten zu sprechen und starten zunächst mit etwa 40 bis 50 Lieferanten, die wir entsprechend unserer Strategie in den Prozess eingebunden haben und erarbeiten Vorschläge, mit wem wir in die Pilotphase gehen werden”.

Synergien mit der Konzernmutter Geely schaffen

Zwischen 2016 und 2020 wollen Volvo und die Konzernmutter Geely so eine komplett neue Einkaufssystematik und -organisation etablieren. “Wir erkennen, dass Geely und Volvo sehr häufig die gleichen Lieferanten haben. Wir müssen nun im nächsten Schritt versuchen, Spezifikationen zu harmonisieren. Denn damit können wir den Lieferanten Skalenvorteile bieten und damit gemeinsam bessere Ergebnisse holen”, so Maschka.

Maschka Stuttgart 2013

Das erste gemeinsame Fahrzeug von Volvo und Geely entsteht derzeit im Engineering Center in Lindholmen, Schweden. Es handelt sich dabei um eine gemeinsame Architektur für Kompaktfahrzeuge des C-Segments. Aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr AUTOMOBIL PRODUKTION, dass diese C-Segment-Plattform zwei Varianten vorsieht: Ein sogenanntes Highroof-Modell und ein Lowroof-Fahrzeug. Gemeint sind eine SUV-, sowie eine Limousinen-Architektur. Geplant ist, die beiden Architekturen in eine Premium- und eine Großvolumen-Plattform zu unterteilen. Welche Volumina Volvo und Geely damit realisieren können, ist jedoch noch unklar.

Das vollständige Interview mit Axel Maschka und seinen Plänen lesen Sie in AUTOMOBIL PRODUKTION Heft 4/2013 ab dem 19. April 2013.

Alle Beiträge zu den Stichworten Volvo Geely

Bettina Mayer

 
Drucken - Erstellt von Bettina Mayer

 
 
 
 
 

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