Norbert Reithofer breit

"Unser Anspruch bleibt: Eines der nachhaltigsten Unternehmen in der Automobilindustrie zu sein", erklärt BMW-Chef Norbert Reithofer. Bild: BMW Group

AUTOMOBIL PRODUKTION: Audi, BMW und Mercedes wollen 2020 auf dem Absatz-Thron stehen. Meinen Sie, BMW wird es schaffen, weil Sie der beste Visionär sind?
Lassen Sie mich es so sagen: Wir sind seit nunmehr zehn Jahren der weltweit führende Premiumhersteller – also exakt eine Dekade. Dabei spielt mit Sicherheit auch die richtige Strategie eine wichtige Rolle. Wir treffen uns einmal im Jahr zu einer Strategiesitzung mit unserer Führungsmannschaft und machen uns Gedanken, wie wir das Unternehmen fit für die Zukunft machen können und welche Produkte wir dafür brauchen. Als wir in den Jahren 2006 und 2007 über die Strategie Number ONE diskutiert haben, wurde beispielsweise entschieden, ein Megacity-Vehicle zu bauen – den jetzigen i3. Den i8 hatten wir da überhaupt noch nicht im Kopf. Wer zukünftig vorne liegen wird, wird aus meiner Sicht insbesondere durch Innovationen entschieden.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Und Sie sehen sich auch in den nächsten zehn Jahren gut aufgestellt?
Wir sind auf einem guten Weg. Es kommen von uns tolle neue Produkte auf den Markt: Allein in diesem Jahr gehen 12 neue Fahrzeuge an den Start. Beispielsweise der 2er Active Tourer, der BMW 2er, der BMW X4 oder auch ein einzigartiger Technologieträger wie der i8. Dazu kommen noch vier Modellüberarbeitungen. Ähnliche Zahlen haben wir für die kommenden Jahre geplant. Deshalb dürften wir dann auch vom Volumen her weiter vorne liegen. Aber ist das unser alleiniges Ziel? Klare Antwort: Nein! Absatzvolumen darf für einen Premiumhersteller nicht alles sein. Wichtig ist neben den bereits genannten Innovationen zum Beispiel auch Kundenzufriedenheit. Und auch die Rendite spielt eine wichtige Rolle.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Das Thema Marge ist ja sogar als strategisches Unternehmensziel verankert…
Ja, die operative Steuerung erfolgt auf Segmentebene auf Basis von Kapitalrenditen. Wir haben das ständig auf dem Radar. Und nicht nur das Volumen.

Zur Person
Norbert Reithofer leitet seit 2006 die BMW Group. Der Bayer treibt seit seinem Amtsantritt den Wandel von BMW zum umweltbewussten Unternehmen voran. Sechs Jahre zuvor wurde der Ingenieur zum Produktionsvorstand berufen. Bei BMW ist Reithofer seit Oktober 1987. Dort war er vor seinem ersten Vorstandsamt drei Jahre Werkleiter in Spartanburg und drei Jahre in Südafrika. Seine Promotion schrieb er an der TU München. 2016 wird BMW 100 Jahre alt – und sein Vorstandschef 60.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Zwei, drei ernst zu nehmende Wettbewerber namens Jaguar, Land Rover, Infiniti auf bestimmten Märkten, aber auch Maserati holen gerade Schwung und wollen BMW Absatz streitig machen…
Wir nehmen alle Wettbewerber ernst. Ich bin der Meinung, Konkurrenz belebt das Geschäft. Sie spornt uns an, immer noch besser zu werden.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Das sind ja Ihre Ex-Leute …
Ja. Wir werden das weiter beobachten. Jaguar ist im Bereich Limousinen ein Wettbewerber.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Und Land Rover doch auch, oder?
So ist es. Ungeachtet dessen sind wir mit unseren X-Modellen sehr erfolgreich unterwegs. Im ersten Quartal lag ihr Anteil am Gesamtabsatz bei rund 29%.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Und Sie fügen im Windschatten des X7 auch Rolls-Royce einen SUV hinzu?
Warten wir mal ab – da gibt’s noch keine Entscheidung. So etwas muss sich auch rechnen.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Sie wissen doch sicherlich schon, ob es sich rechnet oder nicht?
Im Moment möchte ich nicht weiter darüber spekulieren.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Zum Thema Produktion: Wo steht BMW im Wettbewerb in punkto nachhaltiger Produktion? Vor einem Jahr war das ein wichtiges Kriterium…
Das ist es weiterhin. Wir haben uns ein klares Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2020 wollen wir den Ressourcenverbrauch um 45 Prozent gegenüber dem Jahr 2006 reduzieren. Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit in der gesamten Wertschöpfungskette zu verankern. Wir sind übrigens seit 1999 bis heute im Dow Jones Sustainability Index gelistet. Das zeigt, dass wir viele Dinge richtig machen. Wir wurden auch bereits viele Jahre in Folge als nachhaltigster Automobilhersteller der Welt gelistet.

Sie wollen mehr wissen über BMWs Zukunftsstrategien? Dann merken Sie sich diesen Termin vor:
BMW-Chef Norbert Reithofer spricht beim AUTOMOBIL FORUM am 25.6.2014 in München.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Und wo stehen Sie im Vergleich mit Audi und Mercedes?
Unser Anspruch bleibt: Eines der nachhaltigsten Unternehmen in der Automobilindustrie zu sein.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Bleiben wir gleich beim Thema Werke. Sie planen ein zweites Werk im NAFTA-Raum. Was spricht für USA und was spräche für Mexiko als Standort?
Zuerst mal: Ich möchte nicht über mögliche Standorte spekulieren. Wir werden die Entscheidung über ein zusätzliches Werk noch vor der Sommerpause fällen. Wie Sie wissen, bauen wir unser Werk in Spartanburg auf 450.000 Einheiten aus und investieren dort zwischen 2014 und 2016 eine Milliarde Dollar. Das ist mehr als wir zum Start investiert haben und ist praktisch die Investition für ein zusätzliches Werk von 150.000 Einheiten. Warum? Weil wir ausbalanciert wachsen wollen und die Strategie verfolgen, wonach die Produktion dem Markt folgt. Wir können in China in unseren beiden Werken zukünftig bis zu 400.000 Einheiten lokal produzieren. Damit sind wir zwischen China und USA sehr gut ausbalanciert.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Kommt auch Kanada in Frage?
Nein.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Warum nicht?
Das hatten wir nicht auf der Landkarte.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Zum Thema Produkte. Der i3 und der i8 sind fertig und im Verkauf. Wie geht es mit der Marke i nun weiter?
Beim i3 werden unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Unsere Kunden müssen bis zu sechs Monate auf das Fahrzeug warten – was sehr lang ist. Wir haben seit Jahresanfang rund 6.000 i3-Fahrzeuge produziert. Und haben bis Ende April bereits zirka 3.000 verkauft. Zahlreiche der bislang gebauten Automobile werden derzeit weltweit als Ausstellungs- oder Testfahrzeuge benötigt beziehungsweise sind auf dem Weg in die USA, wo vermutlich der Hauptmarkt für den i3 liegen wird. Wir fahren jetzt die Produktion sukzessive hoch – momentan sind wir bei 100 Autos am Tag. Manchmal sogar etwas mehr.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Es kursierte die Zahl von 22.000 Bestellungen des i3. Ist das korrekt?
Da wurde schon eine Menge spekuliert. Wir haben eine ganz klare Vorstellung, wohin wir mit dem jährlichen Volumen des i3 wollen.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Und der i8 ist angeblich bis Ende des Jahres ausverkauft.
Ja, die Nachfrage aus aller Welt ist hervorragend.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Wie viele Bestellungen haben Sie?
Der i8 ist ein Fahrzeug, das wie der damalige Z8 nicht auf riesige Stückzahlen ausgelegt ist. Da sprechen wir nicht über 100.000 Einheiten über den Lebenszyklus. Nur so viel: Wir sind für geraume Zeit ausverkauft.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Komplett ausverkauft?
Wir haben Händler, die sagen: gebt mir bitte alle i8, die möglich sind – ich verkaufe sie alle. Kunden müssen also ein wenig Geduld haben, wenn sie einen i8 kaufen wollen.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Sie haben sich die i-Nomenklatur zwischen i1 und i9 gesichert. Wie geht also die i-Familienplanung weiter?
Zwischen i3 und i8 ist grundsätzlich noch Platz.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Planen Sie eine i-Limousine wie Tesla?
Wir konzentrieren uns zunächst auf den Marktstart des i3 und i8 und schauen uns das Ganze bis Ende des Jahres in Ruhe an. Dann entscheiden wir, was die nächsten Schritte sein werden. Nur so viel sei verraten: Wir denken momentan nicht an eine Limousine.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Was wäre sonst sinnvoll – ein Van?
Ich möchte hier nicht weiter spekulieren.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Aber müssen Sie nicht schon bald über die Fortsetzung der Marke entscheiden?
Sie dürfen nicht vergessen, was bei uns momentan so alles umgesetzt wird: Wir lassen zwei neue Architekturen und einen Motorenbaukasten anlaufen. Wir haben einen Elektrifizierungsbaukasten aufgebaut. Und die Produktanläufe, die wir 2014, 2015 und 2016 haben, erweitern unser Produktportfolio und werden das Unternehmen erheblich in Anspruch nehmen. Ich würde mal sagen: das ist schon ein ziemlicher Kraftakt.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Prozess nicht schon losgelaufen ist….
Wir sind bereits in der Prüfungsphase. Aber noch mal: Bis 2016 sind wir sehr gut ausgelastet. Mehr geht nicht mehr in diesen Jahren.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Sie haben auf der Auto China im April den i3 vorgestellt. Wie werden dort die Verkaufszahlen sein?
Unser China-Präsident Karsten Engel hat gesagt: China wartet auf den i3. Angesichts der Umweltbelastungen in den chinesischen Städten ist das dort ein ideales Fahrzeug. Damit Elektro-Fahrzeuge dort ein Erfolg werden, ist jedoch eine ausreichende Versorgung mit Ladestationen notwendig.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Sie haben zusammen mit Ihrem Partner Brilliance in China auch ein New Energy Vehicle namens Zinoro vorgestellt. Wie verträgt sich das mit dem i3?
Der Zinoro 1E wurde vom Joint Venture BMW Brilliance entwickelt und gebaut. Das Fahrzeug ist als „chinese premium“ positioniert und baut im Prinzip auf dem BMW X1 auf. Der Zinoro 1E ist das erste e-drive Sports Activity Vehicle auf dem Markt und das erste New Energy Vehicle, das man mieten kann.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Wann kommt denn der Zinoro 2E?
Wir prüfen momentan, wie und wann wir die Zinoro-Modellfamilie erweitern können. Um über den Namen und Markteinführung zu sprechen, ist es aber noch zu früh.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Wie lange wird der Zinoro 1e schon verkauft?
Er wird bisher ausschließlich vermietet.

Der Zinoro und der i3 kommen dann ja fast zeitgleich auf den Markt…
Der Vermarktungsstart für den Zinoro begann im April, der i3 wird importiert und kommt im Herbst in China auf den Markt.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Ist der 1e ein reines E-Auto oder ein Hybrid?
Es ist ein reines Elektrofahrzeug.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Bleiben wir bei den Kooperationen. Was man so hört läuft es mit Toyota ganz gut. Ist auch eine gemeinsame Produktion von Komponenten oder des Sportwagens denkbar?
Sie haben ganz recht, die Zusammenarbeit läuft gut. Warum? Weil beides ingenieurgetriebene Unternehmen sind und gleichermaßen von der Zusammenarbeit profitieren. Wir liefern Toyota BMW-Diesel-Motoren für den europäischen Markt. Wir kooperieren bei der Entwicklung von Brennstoffzellen-Technologie, bei der Toyota bereits viel Know-how aufgebaut hat. Wir müssen uns technologisch breit aufstellen. Darüber hinaus geht es um Lithium-Ionen Batteriezellforschung und die Forschung zur Entwicklung von Lithium-Air Batterien. Und wir prüfen, ob wir gemeinsam einen Sportwagen bauen werden.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Das wird auch noch vor der Sommerpause verabschiedet?
Wir warten die Machbarkeits-Studie ab. Wenn die Studie positiv ausfällt, dann machen wir das.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Wäre es nicht gut, wenn dieser Sportwagen dann pünktlich für das 100jährige BMW-Jubiläum fertig wäre?
Bis 2016 wäre das wohl nicht zu schaffen…

AUTOMOBIL PRODUKTION: Aber die Entscheidung dazu fällt definitiv dieses Jahr noch. Richtig?
Davon gehen wir aus.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Diese Machbarkeits-Studie beinhaltet doch sicherlich auch, wo die Fahrzeuge produziert werden…
Das macht auf jeden Fall wirtschaftlich Sinn, dass die Fahrzeuge in einem Werk gebaut werden.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Wie weit lässt sich Ihr Produktportfolio ganz allgemein dehnen? Gibt’s nach dem X7 einen X9 und so weiter – oder wo liegen die Grenzen?
Wir wollen weiter wachsen und bauen unser Produktangebot über alle Fahrzeugklassen hinweg aus. BMW ist immer noch ein vergleichsweise kleiner Hersteller. China war im Jahr 2000 ein Markt mit der Größe der Niederlande. 2005 hatte er bereits das Niveau in Deutschland erreicht. Jetzt ist China der größte Automobilmarkt der Welt – noch vor den USA. Ein wesentlicher Teil unseres Wachstums ist also aus einem Markt gekommen, der vorher so nicht vorhanden war. Also haben wir zwei ganz starke Säulen, auf die momentan jeweils rund 21% unseres weltweiten Absatzes entfallen: das sind die USA und China. Der Anteil Europas ist dagegen rückläufig und liegt momentan bei 44 Prozent. In den USA und China beträgt insgesamt der Anteil des Premiumsegments knapp 12 Prozent beziehungsweise weniger als 10 Prozent und befindet sich damit noch deutlich unter dem Niveau in Deutschland, wo es sich bei rund 30% bewegt.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Das bedeutet, Sie müssen weiter in die Derivatisierung gehen, um allen Märkten gerecht zu werden?
Auch in Zukunft ist es sehr wichtig, neue Modelle und Derivate auf den Markt zu bringen. Ein gutes Beispiel dafür ist der X5, der 1999 gestartet ist. Damals haben einige namhafte Köpfe bei BMW gesagt, dass so ein Produkt kaum fliegen wird. Das werde ich nicht vergessen, denn ich musste das Produkt ja damals als Werkleiter in den USA produzieren. Wir wissen heute, dass unsere X-Modelle ein riesiger Erfolg sind. Wir sind beispielsweise sehr optimistisch, was den 2er Active Tourer angeht. Wir können uns auch ein weiteres Derivat neben dem Active Tourer vorstellen. Kundenwünsche ändern sich. Deshalb müssen wir weiterhin Ideen entwickeln und uns fragen: was passt zu uns? Oder was passt eben nicht oder nicht mehr?

AUTOMOBIL PRODUKTION: Lassen Sie es mich konkretisieren: Sie haben gerade den X7 verkündet, der vielleicht auch in einen Rolls-Royce-SUV mündet. Glauben Sie, da ist noch Platz für einen X9 oder einen coupéartigen X8?
Nein – dazu gibt es derzeit keine Pläne.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Oder einen Mini-Mini?
Ein Mini-MINI passt momentan auf keine unserer Architekturen.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Sie planen den Ausbau des FIZ in München um etwa 80 Prozent und wollen es zu einem Innovationszentrum machen. Bis 2050 wollen Sie weitere 15.000 Ingenieure hier einstellen. Ist 2050 nicht ein bisschen weit weg?
Zugegeben, 2050 ist weit weg. Wir müssen das FIZ – das übrigens weltweit unser größter Standort ist – langfristig erweitern, um dem zukünftigen Wachstum des Unternehmens gerecht zu werden. Also müssen wir überlegen: wie groß soll das FIZ als weltweit anerkannte Innovationsfabrik werden, um Synergie-Effekte zu heben? Und welches Entwicklungs- und Engineering-Potenzial brauche ich denn in Nordamerika oder China? Oder wollen wir die ganze Welt aus dem FIZ heraus bedienen? Diese Fragen müssen wir beantworten.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Meiner Meinung nach geben Sie mit der FIZ-Expansion ein ganz klares Statement zum Entwicklungsstandort Deutschland ab, oder nicht?
Wir haben hier unsere Wurzeln und stehen zum Standort Deutschland. Allerdings muss die Politik in Deutschland darauf achten, dass sich die Rahmenbedingungen hier nicht verschlechtern. Beispielsweise was das Thema Flexibilität angeht. Andere Länder schlafen nicht und bieten sehr gute Standortbedingungen.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Die Sie ernsthaft in Erwägung ziehen?
Wir müssen uns immer fragen: Welches Entwicklungspotenzial brauche ich vor Ort, in den Ländern, wo wir produzieren und Fahrzeuge absetzen? Wenn wir einen Markt aufbauen wollen, dann brauchen wir auch Engineering-Kapazitäten vor Ort. Das geht gar nicht anders.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Sie haben auch noch ein Gebäude vor den Toren der Stadt – nämlich das ehemalige BMW-PSA-Gebäude. Was passiert damit?
In dem Gebäude werden wir ein Innovationshaus einrichten. Der Standort ist bestens geeignet durch seine Nähe zu unseren Forschungspartnern wie der TU München. Die Mitarbeiter werden ab September einziehen und den Standort nach und nach ausbauen.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Verraten Sie uns zum Schluss noch, was Sie 2016 für das Unternehmensjubiläum planen?
Es ist noch ein wenig zu früh, um Details zu nennen. Es gibt eine Arbeitsgruppe, die daran arbeitet. Nur so viel: Wir werden zeigen, was das Unternehmen erfolgreich gemacht hat und auch in Zukunft machen wird. Wir werden zudem nach vorne schauen und herausstellen, was das Besondere an BMW ist. Natürlich wird es 2016 einen zentralen Event in Deutschland geben. Aber wir denken natürlich auch über die Grenzen hinaus.

Das Interview führte Bettina Mayer