Norbert Reithofer

Wird BMW-Chef Norbert Reithofer in dieser Woche die geplante Kooperation mit Toyota bei der Hybrid-Technologie bekanntgeben? - Bild: BMW

Nachdem sich ein Ende der Hybrid-Partnerschaft von BMW und Peugeot abzeichnet, hat der Münchener Premiumautobauer mit Toyota wohl bereits Aussicht auf Ersatz.

Beide Unternehmen planen eine enge Kooperation, die weit über die bislang vereinbarten Projekte zur Lieferung von Motoren hinausgehen soll. Das berichtet der ?Spiegel? (Montag) ohne Angabe von Quellen. Die für gewöhnlich gut unterrichtete japanische Wirtschaftszeitung ?Nikkei? berichtete, daß Toyota seine Hybrid-Technologie an BMW liefern will.

Die Konzernchefs Norbert Reithofer und Akio Toyoda wollen das Bündnis und die Details am Freitag in einer gemeinsamen Pressekonferenz bekanntgeben, hieß es in den Berichten einstimmig.

BMW wollte sich am Montag nicht äußern. Ein Insider bei Toyota Deutschland meinte, daß sich Toyota-Lenker Akio Toyoda auf einer Reise nach Europa befindet.

Das neue Bündnis kommt nicht von ungefähr

BMW arbeitet bereits mit Toyota zusammen. Die Bayern werden ab 2014 Dieselmotoren an die europäische Tochter des ehemaligen Weltmarktführers aus Japan liefern. Zudem wollen BMW und der japanische Erfinder des erfolgreichen Hybrid-Modells Prius die nächste Generation von leistungsfähigen Lithium-Ionen-Batterien gemeinsam entwickeln, die für Elektroautos von zentraler Bedeutung sind.

BMW will bei Diesel-Partnerschaft mit Peugeot bleiben

Die gerade erst gestartete Partnerschaft von BMW mit Peugeot bei Hybridantrieben steht infrage, da sich der französische Konzern mit General Motors verbündet hat. Allerdings gehen Insider davon aus, daß die bestehende Partnerschaft von Peugeot und BMW bei kleineren Dieselmotoren vorerst bestehen bleibt.

Die Bayern und die Franzosen produzieren seit 2005 gemeinsam Motoren für Kleinwagen, die im Mini von BMW sowie mehreren Modellen von Peugeot und Citroen zum Einsatz kommen.

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Handelsblatt/Spiegel/kru