BMW i8

In der Nische begehrt: für den i8 gehen bei BMW mehr Bestellungen ein als Autos produziert werden können. Bild: BMW

“Wir sind richtig stolz darauf, wie sich dieses vollkommen neue Auto entwickelt”, sagte Krüger bei der BMW-Bilanz-Pressekonferenz auf Nachfrage. Stolz zum einen, weil der spektakuläre E-Sportler noch besser am Markt ankommt als erwartet, zum anderen weil das Produktionsteam im Werk Leipzig die Produktionsprozesse des Fahrzeugs mit hohem Carbon-Anteil schneller als gedacht in den Griff bekommen hat.

Inzwischen habe sich das Modell zum begehrten Nischenfahrzeug entwickelt, sagte Krüger. Seit Markteinführung imm Sommer 2014 wurden insgesamt 1.741 i8 ausgeliefert. Angesichts der hohen Nachfrage habe man die Fertigungszahl verdoppelt. Aktuell werden 20 Autos pro Tag gebaut. Dennoch übersteige die Nachfrage immer noch das Angebot. Folge: der Auftragsbestand liegt bei 4,5 Monaten, entsprechend lange müssen die Käufer auf ihre Autos warten.

Insgesamt verkaufte BMW im vergangenen Jahr 17.793 i-Modelle. Darunter 16.052 i3. Norbert Reithofer räumte ein, dass die Absatzzahlen bei den Elektroautos nur schleppend voran kommen. Gleichwohl sei man mit der Entwicklung zufrieden, weil man durch die i-Reihe wichtige Erfahrungen sammle. Reithofer unterstrich das Ziel, die Antriebe durch alle Baureihen zu elektrfizieren.

Weiteres i-Modell frühestens 2020

Weiteren Zuwachs in der i-Reihe wird es nicht vor 2020 geben. Derzeit stehe noch nicht fest, um was für ein Fahrzeug es sich handeln wird. Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich sagte dazu gegenüber Automotive News Europe, dass man sich in der Phase des Brainstorming befinde mit. Demzufolge werden sich Mitarbeiter erst noch mit Kunden beraten, Workshops abhalten und im Anschluss dem Vorstand die Ergebnisse präsentieren. Dieser wird dann darauf basierend eine Entscheidung hinsichtlich des nächsten Mitglieds für die i-Familie fällen.

Fröhlich bestritt zudem Medienberichte, denen zufolge das nächste Modell nach i3 und i8 eine Variante des X5 Premium-SUV werden würde. Die Mission der i-Submarke sei, die öffentliche Wahrnehmung von Fahrzeugen mit niedrigem Verbrauch hinsichtlich Optik und Fahrleistungen zu ändern. Bereits vorhandene Produkte ?neu zu verpacken? und diese dann ein i-Modell zu nennen, sei daher nicht vorgesehen.

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Frank Volk