Hans Dieter Pötsch

Hans Dieter Pötsch auf der Volkswagen-Hauptversammlung 2016 vor zwei Wochen: Pötsch ist Vorstandsvorsitzender von Porsche SE sowie in Personalunion auch Aufsichtsratsvorsitzender von Volkswagen. (Bild: Volkswagen)

Pötsch bekräftigte in seiner Rede auf der Hauptversammlung der Porsche SE, dass sich die Porsche SE trotz aller Turbulenzen bei Volkswagen "uneingeschränkt zu ihrer Rolle als Ankeraktionär" bekenne. Volkswagen habe aus Sicht der Porsche SE ein "langfristiges Wertsteigerungspotenzial". Pötsch ist in Personalunion auch Aufsichtsratsvorsitzender von Volkswagen.

Volkswagen hatte am Vortag bekanntgegeben, sich mit Vertretern von Kunden und Behörden in den USA auf einen 14,7 Milliarden US-Dollar teuren Vergleich im Dieselskandal geeinigt zu haben. Der deutsche Autohersteller ist der am Dienstag veröffentlichten Einigung zufolge bereit, die von dem Diesel-Skandal betroffenen Besitzer von Fahrzeugen mit 2-Liter-Dieselmotor zu entschädigen und zusätzlich ihre Autos zurückzukaufen oder nachzubessern. Zudem soll VW in ein US-weites Programm zur Förderung von Elektroautos investieren und mit einer weiteren Initiative den allgemeinen Stickoxidausstoß in den USA reduzieren.

 

 

Die Porsche SE ist eine reine Beteiligungsholding und Mehrheitsgesellschafter von Volkswagen. Die Stammaktien der Holding sind komplett im Besitz der Familien Porsche und Piech. Obwohl die Vorzugsaktionäre der Porsche SE kein Stimmrecht besitzen, gingen Branchenbeobachter im Vorfeld der Aktionärsversammlung davon aus, dass viele Aktionäre mit Blick auf den VW-Skandal auch auf der Hauptversammlung der Porsche SE ihrem Ärger Luft machen würden. Nach Unternehmensangaben kamen mehr als 4.000 Aktionäre zur Aktionärsversammlung nach Stuttgart.

Eine prominentes Mitglied des Porsche-SE-Aufsichtsrats war auf der Hauptversammlung derweil nicht anwesend. Der ehemalige VW-Aufsichtsratschef Ferndinand Piech ließ sich entschuldigen. Auf Grund "unvorhergesehener Terminkonflikte", könne Piech nicht an dem Aktionärstreffen teilnehmen, sagte Porsche-SE-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche zu Beginn der Veranstaltung.

Die Porsche SE bekräftigte auf der Hauptversammlung ihre Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr. Nach Steuern soll ein Konzerngewinn zwischen 1,4 und 2,4 Milliarden Euro erzielt werden. Die Nettoliquidität, ohne Berücksichtigung etwaiger künftiger Investitionen, wird demnach voraussichtlich zwischen 1,0 und 1,5 Milliarden Euro liegen.

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