Daimler Mercedes-Stern

Auch Mercedes wurde jetzt von den Airbag-Problemen von Takata erwischt. Der Autobauer muss in den USA über 700.000 Mercedes-Modelle und 136.000 Vans zurück rufen. Bild: Daimler

Dem Großrückruf vorausgegangen war eine Information der US-Verkehrsaufsichtsbehörde NHTSA. Diese hatte darauf hingewiesen, dass der Behörde in einer neuerlichen Runde der nicht enden wollenden Probleme mit Takata-Airbags Modelle gemeldet wurden, die auch in Autos der Marke Mercedes-Benz sowie in Daimler Vans verbaut wurden. Daraufhin habe man entschieden, die potenziell betroffenen Fahrzeuge zurück zu rufen. Konkret betroffen sind 705.000 Mercedes sowie 136.000 Vans in den USA.

Den Aufwand für die Rückrufaktion beziffert der Autobauer auf rund 340 Millionen Euro. Die voraussichtlichen Kosten werden als Rückstellung im Geschäftsjahr 2015 berücksichtigt. Daimler weist aber daraufhin, dass die Ergebniserwartung für das Geschäftsjahr 2016 unberührt bleibe.

Defekte Takata-Airbags halten die Autoindustrie in den USA seit über einem Jahr in Atem. Bislang mussten weit über 25 Millionen Fahrzeuge zurück gerufen werden, weil die Airbags zur heftig auslösen können und sich dadurch in Splitterbomben verwandeln. Dadurch soll es zu mindestens 10 Todesopfern gekommen sein.

fv