Der russische Ministerpräsident Dmitri Medvedev informiert sich beim Rundgang durch die neue Motorenfertigung am Standort Kaluga über das Honen am Zylinderblock. Bild: VW

Der russische Ministerpräsident Dmitri Medvedev informiert sich beim Rundgang durch die neue Motorenfertigung am Standort Kaluga über das Honen am Zylinderblock. Bild: VW

Nach dreijähriger Bauzeit hat der VW-Konzern im Beisein des russischen Premierministers Dmitry Medvedev, des Volkswagen Markenvorstands für den Geschäftsbereich Komponente, Thomas Schmall, und des Gouverneurs der Region Kaluga, Anatoly Artamonov, das neue Motorenwerk am Standort Kaluga in Betrieb genommen. Bei dem künftig dort gefertigten Aggregat handelt es sich um den neu entwickelten 1,6-Liter-Ottomotor der Baureihe EA211 und somit um modernste Aggregatetechnologie der Wolfsburger. Der Motor wird im Polo und im Skoda Rapid am Standort Kaluga verbaut. Zudem komm er im Jetta sowie im Octavia und Yeti zum Einsatz, die gemeinsam mit GAZ in Nizhny Novgorod gefertigt werden. Die jährliche Produktionskapazität des Motorenwerks liegt bei 150.000 Einheiten. Insgesamt flossen rund 250 Millionen Euro in das neue Werk, 400 Arbeitsplätze wurden in der Region geschaffen. Volkswagen ist damit der erste ausländische Automobilhersteller mit einer eigenen Motorenfertigung in Russland.

Thomas Schmall bekräftigte das Engagement des Autokonzerns in Russland: “Die Entwicklung von Volkswagen in Kaluga – mit einem Fahrzeug- und nun auch einem Motorenwerk – steht für die Stärke der Region. Diese Entwicklung wollen wir auch künftig fortsetzen, denn wir glauben an das große Potenzial der russischen Automobilindustrie.”

“„Mit unserem neuen, modernen Motorenwerk können wir künftig unsere in Kaluga und Nizhny Novgorod gefertigten Fahrzeuge mit Motoren aus lokaler Produktion versorgen. Damit erhöhen wir nicht nur den Lokalisierungsgrad unserer Autos; sie werden gleichzeitig noch erschwinglicher für unsere russischen Kunden”, erklärte Marcus Osegowitsch, Generaldirektor der Volkswagen Group Rus.

Mit der Errichtung des Motorenwerkes weitet Volkswagen sein industrielles Engagement in Russland aus. Zugleich erfüllt der Konzern die Ende Mai 2011 mit der russischen Regierung vereinbarten Ziele des Zusatzabkommens zum Dekret 166. Es sieht vor, ab 2016 mindestens 30 Prozent der in Russland produzierten Fahrzeuge mit lokal gefertigten Komponenten auszustatten.

Im neuen Motorenwerk werden auf einer Fläche von 32.000 Quadratmeter täglich bis zu 600 moderne 1,6 Liter-Benzinmotoren der neu entwickelten EA211-Serie produziert. Dieser Motor ist besonders effizient: Bei höherer Leistung (110 PS) wurden Gewicht und CO2-Emissionen im Vergleich zum Vorgänger um jeweils zehn Prozent reduziert. Ein Schwerpunkt liegt zudem auf energieeffizienter Fertigung: Mit Hilfe modernster Technologien wird in der Produktion etwa der Verbrauch von Wasser deutlich verringert. Zudem legt Volkswagen höchste Qualitätsstandards an die Motoren aus Kaluga. Allein in moderne Systeme zur Qualitätssicherung hat das Unternehmen rund 8,6 Mio. € investiert.

Für einen reibungslosen Anlauf der Produktion haben die neuen Mitarbeiter im eigenen Trainingscenter umfassende Schulungen durchlaufen. Bei der Ausbildung der Mitarbeiter profitiert das neue Motorenwerk vom weltweiten Konzernverbund: So haben rund 60 Prozent der in Kaluga eingesetzten Mitarbeiter bereits Fortbildungen in anderen Volkswagen Werken absolviert; beispielsweise im Skoda-Stammwerk Mladá Boleslav, in den deutschen Motorenwerken Chemnitz und Salzgitter sowie im polnischen Polkowice.

Volkswagen zielt zudem darauf ab, die lokalen Lieferantenbeziehungen weiter auszubauen und nachhaltig zu stärken. So wird ein wesentlicher Teil der für den neuen Motor benötigten Komponenten von lokalen Zulieferern bezogen.

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fv