Toyota Produktion breit

Der japanische Autobauer Toyota will Kosten sparen und standardisiert Komponenten für den Automobilbau. - Bild: Toyota

Mit dem neuen Projekt “New Global Architecture” stellt der japanische Autobauer rund 170 Schlüsselkomponenten, wie Motoren, Getriebe und Anzeigegeräte, auf den Prüfstand, um Kosten zu sparen, wie die Wirtschaftszeitung “Nikkei” am Donnerstag berichtet.

Die ersten Fahrzeuge mit standardisierten Komponenten sollen 2013 vom Band laufen. Toyota suche bereits mögliche Zulieferer in Japan und Südkorea.

Das Unternehmen will Skaleneffekte nutzen, gleichzeitig aber auch weiter Kundenvorlieben auf den sehr unterschiedlichen Absatzmärkten berücksichtigen. So werden zwar Komponenten bei Toyotaklassikern wie dem Corolla und dem Camry angepasst, Innerraumgestaltung, äußeres Design und Karosseriegrößen sollen dagegen weiter von Markt zu Markt variieren.

Toyota steht enorm unter Druck

Mit dem jetzt ins Auge gefassten Programm solle auch der Informationsfluss zwischen den verschiedenen Unternehmenseinheiten verbessert werden. Ingenieure, Designer und der Vertrieb diskutierten jetzt mitunter hitzig über Modellverbesserungen, so die Zeitung. Das Entwicklungsteam hätte etwa Pläne für neue Motorenanordnungen vorgeschlagen.

Toyota ist enorm unter Druck, verzeichnete im dritten Quartal einen operativen Verlust von 32,5 Milliarden Yen (314 Millionen Euro). Den Autoriesen belasten die Lieferkettenunterbrechungen nach dem Tsunami in Japan und den Überschwemmungen in Thailand sowie noch immer die Rückrufaktionen in den USA.

Zudem holt die Konkurrenz aus Europa und Südkorea immer mehr auf. Die Schwäche des Euro und des Won beflügelt deren Geschäft. Ihr Preisvorteil habe sich zuletzt verdoppelt, sagte ein Toyota-Sprecher der Zeitung.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke