Electrodrive Tesla

Das Münchener Unternehmen The Mobility House wird Infrastruktur-Dienstleister für den US-Elektroautobauer Tesla. - Bild: TMH

Der E-Mobilitätsdienstleister The Mobility House (TMH) übernimmt in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Rolle des Infrastruktur-Dienstleisters für den E-Auto Pionier Tesla.

Das bestätigte Marcus Fendt, Geschäftsführer des Unternehmens mit Sitz in München, auf Anfrage der AUTOMOBIL PRODUKTION.

Die Kooperation wurde jetzt unmittelbar vor der Markteinführung des Tesla S geschlossen. Damit übernimmt TMH über seine Endkunden-Marke ElectroDrive Europe alle mit der Ladeinfrastruktur verbundenen Dienstleistungen von der Auswahl des auf das Fahrprofil passenden Ladesystems, Installationscheck bis hin zur Gewähr, dass der für die Ladung verwendete Strom aus erneuerbaren Energien stammt.

Im Gegensatz zu anderen Herstellern, ist der Check und die sichere Installation bei Tesla nicht Teil des Gesamtpakets beim Fahrzeugkauf. Weil man sich aber auch bei den Amerikanern bewusst ist, dass eine Unterstützung insbesondere bei allen Fragen die Ladeinfrastruktur in der Aufbauphase der E-Mobilität ein wichtiges Verkaufsargument ist, gibt man diesen Bereich in die Hände von TMH.

Bei dem erst 2009 gegründeten Unternehmen handelt es um einen auf europäischer Ebene stark expandierenden Dienstleister mit den Schwerpunkten Ladeinfrastruktur, erneuerbare Energien als Kraftstoff und Zugang zu öffentlichen Ladestationen. Das von Gründer Thomas Raffeiner geführte Unternehmen verfügt über einen illuster besetzten Verwaltungsrat, dem unter anderem Volvo- und Geely-Aufsichtsrat Carl-Peter Forster und das einstige Vorstandsmitglied von Eon Energie, Dierk Paskert, angehören.

Dienstleistung rund um die Ladeinfrastruktur als erster Schritt

Mit Tesla arbeitet TMH in Deutschland bereits seit einiger Zeit zusammen. Dass diese Kooperation mit der Markteinführung des Tesla S nun auf den gesamten deutschsprachigen Raum ausgedehnt wird, wertet Fendt als bedeutenden Schritt in der jungen Unternehmensgeschichte. Dabei stellt die reine Dienstleistung rund um die Ladeinfrastruktur für den Manager nur einen ersten Schritt dar. Er sieht den Kundenbedarf zukünftig in Lösungen, die Energie-Services zur Versorgung der Kunden beinhalten. So wie dies bereits in USA geschehe. Dort versorgt der US-Autobauer seine Kunden bereits mit Solar- und Ökostromprodukte mit Blick auf Vehicle2Grid Technologien.

Auch seitens Tesla zeigt man sich überzeugt, in TMH den passenden Partner gefunden zu haben: “Um entsprechende Rundum-Sorglos-Pakete auch in Europa weiterzuentwickeln und im Sinne eines One-Stop-Shopping für den Kunden bereitzustellen, freuen wir uns, dass wir die bereits bestehende Partnerschaft mit The Mobility House nicht nur regional auf die gesamte Region Deutschland, Österreich und Schweiz vertiefen können, sondern auch im Hinblick auf die zukünftige Wertschöpfung.”

Ein ausführliches Interview mit Jochen Rudat, Deutschland-Chef vonTesla finden Sie hier!

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Frank Volk