Toyota FCV (Fuel Cell Vehicle) auf der Teststrecke: Die Optik des Fahrzeugs soll sich bis zur

Toyota FCV (Fuel Cell Vehicle) auf der Teststrecke: Die Optik des Fahrzeugs soll sich bis zur Serienreife noch verändern, das Auto soll dann ein familientauglicher Viertürer werden - mit einem Verkaufspreis "unter 80.000 Euro". - Bild: Toyota

Wie Toyota-Pressesprecher Dirk Breuer erklärt, habe man über die letzten Jahre die Brennstoffzelle weit effizienter gemacht und den kritisierten Platinanteil verringert. Toyota baue die Komponenten selber. Die neue Brennstoffzelle werde mehr als 100 kW leisten. Der Wirkungsgrad werde auf 65 Prozent erhöht. Die Reichweite des Fahrzeugs, so Breuer, liege bei 500 Kilometern. Im Vergleich zum in Tokio im vergangenen Herbst gezeigten FCV-Konzept-Fahrzeug werde sich freilich noch die Optik ändern, das Auto werde aber ein familientauglicher Viertürer, der unter 80.000 Euro liege.

Katsuhiko Hirose, Projektleiter der Brennstoffzellenentwicklung, gilt als Toyotas "Mr. Hydrogen" sowie als einer der Väter des Prius. - Bild: Toyota

Anlässlich eines Presse-Events zu den Themen Wasserstoff und Brennstoffzelle, das Toyota heute (20.2.) im Hamburger Hafenviertel austrug, sprach außerdem Katsuhiko Hirose, Project General Manager Toyota Motor Corporation, über die Zukunft des Automobils den Status der Hybridtechnologie. Der Pionier unter den Herstellern von Hybridfahrzeugen für die Großserie zeigte den Weg, den Toyota in den nächsten Jahren bei alternativen Antrieben fährt. Bislang hat Toyota über 6 Millionen Hybride verkauft und die Grenze von einer Million verkauften Fahrzeugen jährlich im Jahr 2012 durchbrochen. Mit Fuelcell-Cars werde man im nächsten Jahr auf den Markt kommen. Wasserstoff, so Hirose, sei kein Stoff, vor dem man sich fürchten müsse. Ein cleverer Weg sei die Erzeugung unter Verwendung von Biogas. Hirose wirbt für Wasserstoff, weil es sich bei ihm um einen nachhaltiges Material handle – gerade mit Blick auf Regionen wie Afrika und nicht nur auf die entwickelten Regionen.

Handlungsbedarf für nachhaltige und geräuscharme Mobiolität sieht man etwa in der Stadt Hamburg. Wie Heinrich Klingenberg von der „hySOLUTIONS GmbH“ betont, verfolge man hier ein engagiertes Klimaschutzkonzept mit dem Ziel 2020 die Emissionen um 40 Prozent zu reduzieren. Wasserstoff sei einer der probaten Wege zur Verwirklichung. Ab 2014 hat man im Bundesland Hamburg für die Beschaffung von Behördenfahrzeugen eine Art Beweislastumkehr. Begründen müsse man künftig, wenn man ein herkömmliches Automobil beantrage. Man teste verschiedene Systeme, bei der Wasserstoff eine zentrale Rolle spiele, gerade deshlab, „weil man es tanken kann wie Diesel“. Man habe bereits 600 potenzielle Unternehmen über die Handwerkskammer abgefragt, die Interesse bekunden. Carsharing und E-Taxen zählen zu den Zielgruppen.

Technikdetails des FCV: Neu ist die Verteilung der Komponenten, insbesondere der Brennstoffzelle nun in Fahrzeugmitte. - Bild: Toyota

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Götz Fuchslocher