Smart Fourtwo breit

Die Nachfrage nach Elektro-Smarts ist größer, als es sich Daimler vorgestellt hat. Bild: Daimler

Das kündigte Daimler-Forschungsvorstand Thomas Weber in Stuttgart an. Das Unternehmen wolle nun 2.000 Fahrzeuge mit dem alternativen Antrieb ausliefern. Weber sagte der Nachrichtenagentur dpa: “Die Elektro-Smarts werden uns quasi aus der Hand gerissen. Deshalb haben wir uns entschlossen, die Stückzahl noch einmal zu erhöhen.”

Ursprünglich sahen die ersten Planungen nur eine Stückzahl von 1.000 Fahrzeugen des Zweisitzers mit Batterieantrieb vor, wie Weber weiter sagte. Mit dem Fahrzeug sei Smart derzeit in 18 Märkten weltweit vertreten. “Die nächste Generation des Elektro-Smarts kommt 2012 auf den Markt. Hier planen wir mit einer fünfstelligen Stückzahl pro Jahr.” Daimler sei im letzten Jahr weltweit die Nummer zwei bei den Zulassungen mit Elektrofahrzeugen gewesen, betonte der Forschungsvorstand.

Bosch als weiterer Lieferant für zusätzliche Anwendungen?

Daimler plant in Sachsen die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos. “Wir kommen in unserer Batteriefabrik in Kamenz sehr gut voran.” Zurzeit befinde man sich in der Vorserienproduktion. Die Fabrik solle im Herbst offiziell eingeweiht werden. “Die Batterien sollen dann zukünftig in den Smart und auch in Fahrzeuge von Mercedes-Benz eingebaut werden”, sagte der Forschungsvorstand weiter.

Daimler und der Essener Industriekonzern Evonik hatten 2008 den Batteriehersteller Li-Tec gegründet. Evonik hält 50,1 Prozent der Anteile, Daimler 49,9 Prozent. Daimler kann sich auch vorstellen, in diesem Bereich mit dem weltgrößten Autozulieferer Bosch zusammenzuarbeiten: “In Bezug auf Elektromobilität redet gerade jeder mit jedem. Es wird sich in den nächsten Monaten entscheiden, ob Bosch für uns ein weiterer Lieferant für zusätzliche Anwendungen wird”, sagte Weber.

Im April hatten Bosch und Daimler angekündigt, ein Gemeinschaftsunternehmen für die Entwicklung und Produktion von Elektromotoren zu gründen. “Da kommen wir sehr gut voran.” Das Projekt soll früheren Angaben zufolge 2012 an den Start gehen. Die Motoren sollen auch an andere Autobauer verkauft werden.

dpa/Guido Kruschke