Arbeiter an einer Lackieranlage im BMW-Werk im südafrikanischen Rosslyn

Arbeiter an einer Lackieranlage im BMW-Werk im südafrikanischen Rosslyn: Bei BMW in Südafrika ruht die Produktion seit 1. Juli. Bild: BMW

Nach dem Scheitern von Lohnverhandlungen war es unter anderem in Werken von Zulieferern rund um Johannesburg zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei nahm deswegen am Freitag 26 Personen fest. Zuvor hatte die Gewerkschaft National Union of Metalworkers of South Africa (NUMSA) ein Angebot der Arbeitgeber abgelehnt. In ihrem letzten Angebot hatte der Arbeitgeberverband Seifsa vorgeschlagen, die Löhne für die Arbeitnehmer der untersten Lohngruppe um 10 Prozent zu erhöhen. Vorerst sind keine weiteren Gespräche mit der Gewerkschaft geplant, die eine 12-prozentige Lohnerhöhung und ein Verbot von Arbeitsvermittlern fordert.

Aufgrund des Streiks verlängert BMW nun geplante Wartungsarbeiten an seinem Standort in Rosslyn in der Nähe von Pretoria. Die Produktion ruht bereits seit 1. Juli, sagte Sprecher Guy Kilfoil. Sollten die Streiks andauern, will BMW das Werk am 8. Juli mit zwei Schichten statt der normalen drei wieder öffnen, was einen Produktionsverlust von 120 Fahrzeugen pro Tag bedeuten könnte, so Kilfoil weiter.

Auch General Motors hat sein Werk in der östlichen Küstenstadt Port Elizabeth geschlossen, da “der Streik im Metall-und Maschinenbausektor den Nachschub von Komponenten für unsere Produktion beeinträchtigt”, sagte Gishma Johnson, Sprecherin des Unternehmens.

“Sollte der Streik länger als zwei Wochen andauern, werden die Risiken für die Fahrzeughersteller und Produktionsstätten deutlich wachsen”, sagte Nico Vermeulen, Direktor der Herstellerverinigung National Association of Automobile Manufacturers of South Africa (NAAMSA).

Ein Streik, den die NUMSA im vergangenen Jahr zwischen August und Oktober wegen der Bezahlung bei Automobilherstellern organisiert hatte, kostete die Hersteller laut NAAMSA mindestens 1,8 Milliarden US-Dollar (etwa 1,3 Milliarden Euro) Umsatz.

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Andreas Karius / Detroit News