kompakt, leistungsstark, hoch effizient: das 8-Gang Plug-in-Hybridgetriebe von ZF geht jetzt in Serie. Bild: ZF Friedrichshafen

kompakt, leistungsstark, hoch effizient: das 8-Gang Plug-in-Hybridgetriebe von ZF geht jetzt in Serie. Bild: ZF Friedrichshafen

Dazu hat der Technologiekonzern in die neueste Generation seines 8-Gang-Automatgetriebes eine sehr leistungsstarke und kompakte Elektromaschine integriert. Auf dieser Basis wurde ein hybridisiertes Antriebssystem geschaffen, das speziell für Plug-in-Anforderungen ausgelegt ist. Fahrzeuge können so über vergleichsweise lange Strecken und mit bis zu 120 km/h zudem deutlich schneller als bislang rein elektrisch, das heißt lokal emissionsfrei fahren. Im Normzyklus nach ECE 101 ergeben sich dadurch Verbrauchsreduzierungen von bis zu 70 Prozent – abhängig von der Kapazität des Batteriesystems. Zudem agiere das Automatgetriebe als eingespielter Antriebspartner des Verbrennungsmotors. Das sichere hohe Effizienz und dynamische Qualitäten. Die weltweit erste Serienanwendung erlebt das neue Plug-in-Hybridgetriebe im BMW X5 xDrive40e.

“Die Elektrifizierung des Antriebsstrangs ist für ZF ein wesentlicher Hebel, um die Effizienz weiter zu erhöhen und Emissionen deutlich zu reduzieren”, betont ZF-Chef Stefan Sommer. „Mit der immer weiteren Verbreitung von Plug-in-Hybridfahrzeugen erfährt man eindrucksvoll, was die noch lange Zeit stark gefragte Hybridtechnologie im Allgemeinen und unser Plug-in-Hybridgetriebe im Besonderen leistet. Es macht individuelle Mobilität umweltfreundlicher, dynamischer und auch nachhaltiger – und ist dabei voll alltagstauglich.“

Am deutlichsten unterscheidet sich das modular aufgebaute ZF-Hybridgetriebe vom Serien-8HP durch seine integrierte elektrische Maschine. Sie ist im Gehäuse nahezu bauraumneutral anstelle des Drehmomentwandlers untergebracht. Trotz der kompakten Abmessungen erweist sie sich als sehr kräftig: In der konkreten BMW X5-Spezifikation leistet sie maximal 83 kW (113 PS) und stellt aus dem Stand 250 Nm Drehmoment bereit. Damit lässt sich das Fahrzeug rein elektrisch bis zu 120 km/h schnell sowie bis zu 31 Kilometer weit bewegen. Beim Verzögern des Fahrzeugs wird die elektrische Maschine als Generator genutzt, um die Bremsenergie in elektrische Energie umzuwandeln und die Batterie zu laden.

Mit der neuen Generation der Hybridgetriebe auf Basis des 8-Gang-Automatgetriebes fokussiert ZF auf die Plug-in-Funktionalität. Der Schwerpunkt bei der Entwicklung lag daher auf rein elektrischem Fahren. Hierzu muss das Schleppmoment der Trennkupplung zum Verbrennungsmotor so gering wie möglich ausfallen.

Zusätzlich wird dem Downsizing- und Downspeeding-Gedanken durch eine stark verbesserte Drehschwingungs-Entkopplung Rechnung getragen. Die Funktionalität des Anfahrelementes konnte verbessert und dessen Komfort erhöht werden: Um die Drehschwingungen des Verbrennungsmotors zu reduzieren, sind zwei Dämpfer installiert, wobei einer als drehzahladaptiver Dämpfer ausgeführt ist. Damit lassen sich alle gängigen Verbrennungsmotoren bereits ab Leerlaufdrehzahl ohne lästige Geräusche und Vibrationen mit hoher Last fahren.

Die Elektrische Maschine, welche als permanent erregte Synchronmaschine (PSM) ausgeführt wird, ist komplett in das Getriebegehäuse integriert und wird durch Öl-Nebel gekühlt.

Das integrierte Anfahrelement sei in der Lage, bis zu 550 Nm Drehmoment zu übertragen. Durch eine Vielzahl von Maßnahmen, die sich auf die Bereiche Mechanik, Hydraulik, Funktionalität und Fertigung beziehen, würden sowohl Komfort wie Robustheit gegenüber der Vorgängergeneration gesteigert.

Alle Beiträge zu den Stichwörtern ZF Friedrichshafen Getriebe

fv