Opel Mokka X

Der Opel Mokka X wird seine Premiere auf dem Genfer Autosalon feiern. Bild: Opel

So die Einschätzung der Branchenexperten von IHS Automotive. Kein Wunder, schließlich biete der Markt für kompakte Sport-Utility-Vehicles noch signifikantes Wachstumspotenzial. Nahezu jeder Hersteller will ein Stück von diesem Kuchen abhaben. Laut einer aktuellen Analyse von IHS sollen sich die SUV-Verkaufszahlen bis 2022 im Vergleich zu 2015 verdoppeln.

Mit besonders großer Spannung wird der neue Audi Q2 erwartet. Schließlich gehen die Ingolstädter als erster deutscher Premiumhersteller mit dem Wagen in den sogenannten B-SUV-Markt. Er soll laut IHS-Informationen jüngere Kunden an die Marke binden – und das könnte durchaus gelingen. Die Analysten prognostizieren, dass Audi im Jahr 2018 rund 91.000 Exemplare des Q2 verkaufen wird. Der Marktstart ist für Mitte 2016 vorgesehen.

Auf der gleichen Plattform wie der Q2 soll der Polo-SUV von VW basieren. Mit ihm will der krisengebeutelte Wolfsburger Autobauer endlich einen Stich gegen die Marktführer Renault Captur und Opel Mokka machen. Der Wagen ist Teil der SUV-Offensive von Volkswagen und wird sich wohl optisch am großen Bruder Tiguan orientieren.

Um dagegen zu halten spendiert Opel seinem Bestseller Mokka eine Frischzellenkur – und einen neuen Namen. Als Mokka X soll er noch mehr Kunden für sich gewinnen. Dabei ist schon die jetzige Absatz-Performance ziemlich beachtlich. So ist der Mokka – nach dem Renault Captur – das am zweitbesten verkaufte B-Segment-SUV in Europa. 18,5 Prozent Marktanteil hat sich der Mokka erkämpft. IHS Automotive geht allerdings davon aus, dass die Verkäufe des in Spanien gebauten Opel-SUV noch weiter anziehen werden.

Renault dominiert mit dem Captur bereits den Kompakt-SUV-Markt in Europa. Mit dem Kadjar, auf Basis des Nissan Qashqai, haben die Franzosen ein zweites heißes Eisen im SUV-Segment. Dennoch will der französische Autobauer noch einmal nachlegen und trimmt seinen Mini-Van Scenic auf Crossover. Ein logischer Schritt. Schließlich sind SUVs mit kompakten Abmessungen gerade „In“, während Mini-Vans von deren Wachstumszahlen nur träumen können.