Skoda

Unter Strom: Skoda will mehrere Modelle elektrifizieren. Bild: Skoda

So wollen die Tschechen laut dem britischen Magazin Autocar den Superb unter Strom setzen. Der Schritt erscheint logisch, nutzt doch der Superb die MQB-Plattform, die der VW-Konzern in den kommenden Jahren wesentlich weiterentwickeln will, so dass auch rein elektrische Modelle möglich sind.

Laut dem Medienbericht soll die Reichweite des E-Superb bei nahezu 500 Kilometern liegen. Die Ladezeit, um die Akkus zu füllen, soll nur 15 Minuten betragen. Jedoch hat der VW-Konzern selbst Ende 2015 im Rahmen der neuen Richtungsentscheidung angekündigt, dass die Reichweite batterie-elektrischer MQB-Fahrzeuge bei maximal 300 Kilometern liegen werde.

Längere Distanzen von bis zu 500 Kilometern soll eigentlich der Elektrifizierungsbaukasten MEB ermöglichen. Dieser wurde allerdings für das Kompaktsegment konzipiert. Der aktuelle Superb ist mit einer Länge von 4,86 Meter jedoch mit Sicherheit nicht in diesem Segment einzuordnen. Nun bestünde jedoch noch die Möglichkeit, dass der E-Superb die Technik des neuen Phaeton nutzen könnte. Der soll ja schließlich auch einmal über einen voll elektrischen Antrieb verfügen - falls er denn tatsächlich kommt, steht doch die Zukunft des Luxus-VW aktuell in den Sternen. So bleibt abzuwarten, wie groß die Reichweite des Elektro-Tschechen im Endeffekt sein wird.

Bevor der rein elektrische Superb jedoch auf den Markt kommt, werden die Tschechen zuvor noch mit Plug-In-Hybriden (PHEV) in den Markt gehen. 2019 soll sowohl der Superb, als auch das geplante SUV Vision S als PHEV kommen. Auch vom SUV soll es später eine rein elektrische Variante geben. Am Rande des Genfer Autosalons wurde darüber hinaus gemunkelt, dass auch Fabia und Octavia einen Steckdosenanschluss erhalten und als PHEVs vorfahren werden.

Verwundern würde das nicht. Kündigte doch Skoda-Chef Bernhard Maier, dass sich die Marke technologisch auf ein neues Level begeben wolle. Für Skoda bedeute dies vor allem Elektromobilität.