Der ID.3 von Volkswagen auf einer Produktionslinie im Werk Zwickau.

Die Fertigung des elektrischen ID.3 läuft mit Unterstützung von mehr als 1.700 Robotern vollautomatisiert ab. Bild: Oliver Killig/Volkswagen

| von Yannick Tiedemann

Zwickau ist nicht nur Geburtsstätte von Horch und Audi sowie ehemalige Produktionsstätte des DDR-Klassikers Trabant, sondern mittlerweile auch der Schlüsselstandort für die Zukunft von Volkswagen. Das Werk in der sächsischen Stadt ist die erste Fertigungsstätte der Wolfsburger, die komplett auf die Elektromobilität hin umgerüstet wird.

330.000 Fahrzeuge ab 2022

Bis dato rollten dort die Verbrennerversionen von Passat und Golf vom Band, nun also wird unter anderem Volkswagens Hoffnungsträger in Sachen batterieelektrischer Mobilität, der ID.3, in Zwickau entstehen. Ab 2022 will Volkswagen Sachsen hier insgesamt 330.000 Fahrzeuge auf Basis des modularen E-Antriebsbaukastens bauen, ab 2021 sollen es sechs E-Modelle von drei Konzernmarken sein.

1.700 Roboter und Transportsysteme

Abzuwarten bleibt jedoch, ob der Zeitplan angesichts der Produktionsstopps durch die Coronakrise einzuhalten ist. Um den veränderten Anforderungen der elektrisch angetriebenen Modelle gerecht zu werden, werden Karosseriebau, Lackiererei und die beiden Endmontagelinien seit gut zwei Jahren modernisiert beziehungsweise komplett neu aufgebaut. Der Großteil der Fertigungsprozesse läuft in Zwickau mithilfe von rund 1.700 Robotern sowie fahrerloser Transportsysteme vollautomatisiert ab.

1.500 Fahrzeuge pro Tag

Die erste von zwei Fertigungsstraßen ist bereits für die Produktion des ID.3 gerüstet, von der zweiten – bis dato noch für den Golf Variant zuständig – sollen noch dieses Jahr ebenfalls E-Autos rollen. Neben der Fertigung baut Volkswagen auf dem rund 180 Hektar großen Werksgelände zwölf neue Gebäude und Hallenteile, um die anvisierte Produktionskapazität von 1.500 Fahrzeugen pro Tag erreichen zu können.

1,2 Milliarden Euro an Investitionen

Das größte Einzelprojekt ist die Erweiterung des Presswerks: Ab kommendem Jahr sollen nahezu alle Pressteile für die in Zwickau gefertigten Fahrzeuge vor Ort hergestellt werden. Allein das lässt sich VW rund 74 Millionen Euro kosten. Insgesamt investiert der Volkswagen-Konzern in den Umbau des sächsischen Standorts an die 1,2 Milliarden Euro.

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