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Im März sind die Neuzulassungen in Großbritannien traditionell besonders hoch. Bild: JLR

Die Gründe für das starke Absatzergebnis im März sind vielfältig. In ganz Europa ließen billige Kredite und Herstellerrabatte die Kunden in die Autohäuser strömen. In Deutschland ist der März traditionell einer der Absatz trächtigsten Monate im Jahr.

Auch in Großbritannien brummte das Geschäft im März. Mit fast 519.000 Autos war der Inselstaat im abgelaufenen Monat der größte Absatzmarkt in Europa, vor Deutschland mit knapp 323.000 verkauften Autos. Das liegt allerdings am Umstand, dass zum März 1. März der Jahrescode auf den Kennzeichen im Vereinigten Königreich wechselt. Deswegen warten viele Briten bei der Neuzulassung ihrer Autos bis zu diesem Datum, damit sie auf ihrem Kennzeichen dann den neuesten Jahrescode haben.

Das ist jedoch keine merkwürdige britische Eigenart, sondern hat handfeste, wirtschaftliche Gründe. In Großbritannien gehört das Kfz-Kennzeichen nämlich immer zum Auto. Wenn es verkauft wird, braucht der neue Besitzer es nicht umzumelden. Infolgedessen haben Autos mit einem neueren Jahrescode einen höheren Wiederverkaufswert.  Das gleiche Phänomen ist übrigens auch im September zu beobachten.

Deswegen waren die Verkaufszahlen nun auch in diesem März wieder einmal im Vergleich zu den anderen Monaten des Jahres exorbitant hoch. So erwarten die Marktkenner von IHS Automotive deshalb auch für das Gesamtjahr „nur“ einen Absatz von rund 2,69 Millionen Einheiten auf der Insel – was immerhin einem moderaten Zuwachs von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht.

Als Teil des westeuropäischen Marktes hat Großbritannien durch den Sondereffekt also insgesamt die Absatzzahlen im März nach oben getrieben. Nur logisch, dass im Gesamtjahr die Wachstumskurve etwas flacher verlaufen wird. IHS prognostiziert, dass die Autobauer in Westeuropa im Jahr 2016 insgesamt 13,6 Millionen Autos absetzen werden, was wiederum einem Zuwachs von 3 Prozent entspricht.

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