Mit dem F-Pace ist die Jaguar-Familie endlich komplett: von der Mittelklasse-Limousine XE über den Sportwagen F-Type bis zum neuen SUV, dem F-Pace, haben die Briten nun ein ausreichendes Angebot für alle Eventualitäten. Der SUV-Sektor wächst bekanntlich schnell und nur mit Limousinen und Sportwagen könnte auch Jaguar wohl nicht überleben. Selbst beim direkten Wettbewerber Porsche sind knapp drei Viertel aller Verkäufe weltweit entweder Macan oder Cayenne.

Auch technisch hat die Marke mit der Katze wieder einen Sprung nach vorne geschafft: Der neue Jaguar F-Pace basiert auf der selben modularen Jaguar Land Rover Aluminium-Plattform (D8) wie die Limousinen XE und XF und ist damit das dritte Fahrzeug auf dieser Architektur.

Jaguar Land Rover investierte in den letzten fünf Jahren insgesamt 1,8 Milliarden Euro in diese hoch innovative Alu-Fahrzeugarchitektur, die auch als Basis für weitere (SUV?)-Modellreihen dienen wird. JLR war nur durch diese Investment in der Lage, die drei Modelle innerhalb eines Jahres auf den Markt zu bringen. Dennoch sind nur knapp 20 Prozent aller Teile in XE, XF und F-Pace identisch. 80 Prozent aller F-Pace-Teile wurden neu entwickelt oder adaptiert.

Die Alu-Konstruktion ist modular ausgelegt, so konnten F-Pace-Chefingenieur Dave Shaw die Räder genau dort positionieren, wo sie bei der Konstruktion eines Performance-Crossovers hinsichtlich Proportionen, Fahrverhalten und Praxistauglichkeit idealerweise hingehören. Die Karosserie geriet zudem extrem verwindungssteif und bringt erstaunliche Fahrwerksqualitäten zutage. Shaw verriet am Rande der Präsentation in Montenegro, dass sein Team nach dem Marktstart des Rivalen Porsche Macan so einige Dinge nochmals überarbeitete. Jetzt kommt der F-Pace mit einer vorderen Aluminium-Doppelquerlenker-Achse und einer hinteren Aluminium-Integral-Hinterachse, sowie serienmäßiger Torque Vectoring Technologie daher und setzt bei Handling und Sportlichkeit tatsächlich neue Benchmarks.

Der F-Pace sollte die weltweit höchsten Crash-Standards erfüllen, ohne jedoch an Gewicht zuzulegen. Gewöhnlich werden ultrahochfeste Stähle – darunter warm umgeformter Boron-Stahl – zur Verstärkung der B-Säulen und zum besten Schutz vor seitlichen Kollisionen eingesetzt. Die hohe Dichte dieser Stahlsorten führt jedoch in der Regel zu einer Gewichtszunahme. Beim "Skelett§ des neuen F-Pace optimierten die britischen Ingenieure jedoch die genutzten Stähle. Das Fahrzeug wurde nicht schwerer und die Fahrgastzelle bleibt maximal stabil.

Die Jaguar-Ingenieure benötigten 15.000 Stunden für die Entwicklung der Sicherheitssysteme und investierten 100.000 Prozessor-Stunden im Simulator, um den F-Pace auf den neuesten Stand in der passiven Sicherheit zu bringen.

 

Neuer Aluminium-Body des Jaguar F-Pace: Werk-in-Werk-Fertigung in Solihull