Renault

Um wieder aus der Krise zu kommen, will Renault weltweit rund 15.000 Stellen abbauen. Bild: Renault

| von Roswitha Maier

In Europa fiel der Rückgang um 41,8 Prozent auf rund 624.000 Fahrzeuge überdurchschnittlich aus. Im Juni zogen die Verkäufe wieder an. Die wichtigsten Märkte weltweit sind für Renault und seine Tochtergesellschaften Frankreich, Russland und Deutschland.

Renault geriet in den vergangenen Monaten in finanzielle Schwierigkeiten. Der Konzern kann inzwischen einen staatlich garantierten Kredit von bis zu fünf Milliarden Euro in Anspruch nehmen. Der aus Italien stammende Automanager Luca de Meo amtiert seit Monatsbeginn als neuer Generaldirektor. Von dem früheren Seat-Chef wird in Frankreich ein Strategieplan erwartet. Das Unternehmen hatte bereits den sozialverträglichen Abbau von weltweit rund 15.000 Stellen angekündigt, um wieder aus der Krise zu kommen.

Aktuell hat sich zudem der frühere Autoboss Carlos Ghosn zu Wort gemeldet und der französischen Justiz vorgeschlagen, ihn an seinem Aufenthaltsort Beirut im Libanon zu befragen. "Es gibt ein technisches Hindernis", sagte Ghosn der französischen Regionalzeitung Le Parisien. "Mein Pass ist in den Händen des Generalstaatsanwalts im Libanon, da Japan einen internationalen Haftbefehl gegen mich ausgestellt hat." Das Gespräch wurde nach Angaben des Blatts in Beirut geführt.

Der 66 Jahre alte Ghosn sagte, er sei bereit, alle Fragen des französischen Ermittlungsrichters zu beantworten. Laut Zeitung gab es eine Einberufung des Ermittlungsrichters am 13. Juli in Nanterre bei Paris, der Ghosn nicht gefolgt sei. Die französische Justiz hatte schon vor längerem bestätigt, eine mutmaßliche Veruntreuung von Geldern bei Renault durch Ghosn zu untersuchen. Dabei geht es um Vorwürfe des Missbrauchs von Unternehmenseigentum, Vertrauensbruch und Verschleierung bei dem französischen Autobauer.

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