Aiways U5

Aiways bewies nun mit zwei Prototypen offenbar erfolgreich, dass eine Testfahrt von China nach Deutschland möglich ist. Bild: Aiways

Der Rekord für die „Längste Fahrt eines Elektrofahrzeugs (Prototyp)“ wurde vom Aiways U5 Engineering Drive Team (China) gebrochen, das einen AIWAYS U5 vom 17. Juli 2019 bis zum 7. September 2019 von Xi’an in der chinesischen Provinz Shanxi bis nach Frankfurt fuhr. Die 53 Tage lange Reise führte die beiden Entwicklungsfahrzeuge durch 12 Länder: China, Kasachstan, Russland, Finnland, Norwegen, Schweden, Dänemark, Deutschland, die Niederlande, Belgien, Frankreich und die Schweiz. Am 7. September kamen sie schließlich in Frankfurt an, rechtzeitig zur Internationalen Automobil-Ausstellung IAA 2019. Alexander Klose, stellvertretender Vorstandsvorsitzender für das Auslandsgeschäft bei AIWAYS, berichtet: „Dieser Weltrekord ist eine monumentale Leistung für unsere Ingenieure. Sie haben einen rein elektrischen SUV entwickelt, der mit einer Batterieladung mehrere hundert Kilometer in extrem schwierigem Terrain und sehr entlegenen Gegenden zurücklegen kann. Dass wir unter diesen Bedingungen einen Weltrekord gebrochen haben, ist ein Beleg für die Qualität und Fähigkeiten des U5 und beweist eindrucksvoll, wie gut er für europäische Konsumenten geeignet ist.“

 

Guinness Weltrekord
AIWAYS erhält GUINNESS WORLD RECORDS™ Titel nach Rekordfahrt zweier BEV-Prototypen von China nach Deutschland. Im Bild ist Aiways-Chef Fu Qiang bei der Übergabe des Rekordtitels zu sehen. Bild: Aiways

Die erste Herausforderung für den Konvoi war die Durchquerung der Wüste Gobi in China. Danach ging es durch die kasachische Steppe – beides Gegenden, in denen von einer adäquaten Ladeinfrastruktur für elektrische Fahrzeuge keine Rede sein kann. Der hohe Energiebedarf auf den oft schlechten kasachischen Straßen und die Fahrt durch den südlichen Ural stellten die Ingenieure vor eine weitere Herausforderung. Sie waren oft auf Schwachstromquellen angewiesen, um die Prototypen nachts aufzuladen. Davon ließen sich die Ingenieure jedoch nicht beirren und nutzen die Gelegenheit, um die Ladelogik des U5 erfolgreich zu optimieren. So konnten sie sicherstellen, dass der SUV mit vielen verschiedenen Ladestandards und Spannungen kompatibel ist. Der Technische Leiter bei AIWAYS, Winter Wang, fügt hinzu: „Diese Testfahrt hatte epische Ausmaße. Der U5 hat einige der besten und schlechtesten Straßenbedingungen bewältigt, die Fahrern jemals begegnen werden. Dies zeigt, wie hoch der Standard der Entwicklungsarbeit ist, die in den U5 eingeflossen ist. Nur so konnten unsere Ingenieure ein Auto entwickeln, dass für Shanghai genauso gut geeignet ist wie für Westeuropa.“ Das Ingenieursteam auf der Fahrt stand oft mit dem F&E Team in China in Kontakt und gab Feedback zu diversen Hardware- und Softwarefunktionen, heißt es vom Hersteller. Dazu gehörte auch die Wärmesteuerung der 65 kWh Batterie, sowie der Elektromotor, Federungsteile und Dynamikeigenschaften. Mit der Unterstützung des TÜV Rheinland hat der AIWAYS U5 kürzlich die europäische Typzulassung in allen Aspekten erreicht, bevor er nächstes Jahr in Europa auf den Markt kommt. Mit dem U5 unterstreicht die Marke AIWAYS ihr Ziel, erschwingliche, vernetzte und hochwertige elektrische Transportmöglichkeiten ab 2020 auf den europäischen Markt zu bringen.

Ab April 2020 soll der Elektro-SUV U5 ausschließlich im Leasing-Modell erhältlich sein. Gegenüber Automobil Produktion gab der Hersteller außerdem bekannt, dass er in Europa im kommenden Jahr mit 10.000 Fahrzeugen starten möchte. Eine ausführliche Reportage über das neue Produktionswerk von Aiways in Shangrao lesen Sie außerdem in der aktuellen Ausgabe (05/2019) der Automobil Produktion. In einem exklusiven Interview erklärt Alexander Klose, stellvertretender Vorstandsvorsitzender für das Auslandsgeschäft bei AIWAYS, seine Pläne für den europäischen Automarkt.