BMW 8er

Der Original-8er von BMW genießt unter Youngtimer-Fans einen guten Ruf. Bild: BMW

Das berichtet Autocar. Das britische Magazin beruft sich dabei auf BMW-Insider. Demnach soll die Produktion des neuen 8er 2020 in Dingolfing beginnen. Die Kunden soll dann zwischen zwei verschiedenen Antriebsstrang-Konfigurationen wählen können. In einer ersten Einschätzung glauben die Branchenkenner von IHS Automotive, dass der neue 8er sowohl als konventioneller Verbrenner, als auch als Hybrid vorfahren wird.

Auf jeden Fall soll der Wagen, dann das neue Technologie-Flaggschiff der Münchner sein. Optisch könnte sich der neue 8er zudem am aktuellen 6er Gran Coupé orientieren - er wäre also ein Vier-Türer. Die IHS-Experten rechnen allerdings erst 2018 damit, ob der Wagen tatsächlich gebaut wird und wenn ja in welcher Konfiguration.

Das BMW die 8er-Baureihe wieder aufleben lässt, wäre nur logisch. Schließlich genießt der 8er der 90er-Jahre einen vorzüglichen Ruf unter vielen Fans des Münchner Autobauers. Der auf der IAA 1989 in Frankfurt präsentierte 850i galt als Demonstration der Entwicklungskompetenz der Bayern. So bot er neben einer neuartigen Designlinie auch eine Vielzahl an technologischen Details, die erstmals in einem Automobil zum Einsatz kamen.

Darüber hinaus war der 850i nach der zwei Jahre zuvor eingeführten Luxuslimousine 750i das zweite deutsche Automobil der Nachkriegszeit, das von einem Zwölfzylinder-Motor angetrieben wurde. Das 5,0 Liter große Triebwerk mobilisierte 220 kW/300 PS sowie ein maximales Drehmoment von 450 Newtonmetern und beschleunigte den 1 790 Kilogramm schweren 2+2-Sitzer in 6,8 Sekunden von null auf 100 km/h.

Bis zum Jahr 1999 wurden 30.621 Exemplare des 8er gebaut, 24 davon entstanden in aufwendiger Handarbeit im südafrikanischen BMW Werk Rosslyn. Die dortige Montage war aus steuerlichen Gründen kosteneffizienter als der Import kompletter Fahrzeuge. Mehr als zwei Drittel aller produzierten Coupés waren Zwölfzylinder-Modelle.