Batteriefertigung für E-MINI im BMW-Werk Dingolfing

Das Komponentenwerk Dingolfing führt ab sofort die Bezeichnung „BMW Group Kompetenzzentrum E-Antriebsproduktion“. Bild: BMW

| von Christian Klein

Das BMW Group Werk Dingolfing bereitet sich auf den zukünftig höheren Bedarf an E-Antrieben vor und investiert hierfür in umfangreiche Um- und Ausbauarbeiten. Allein für die Batteriefertigung des vollelektrischen MINI fließt „ein mittlerer, zweistelliger Millionen-Euro-Betrag“ in Strukturmaßnahmen und Anlagen.

„Mit dem Anlauf neuer Modelle und der wachsenden Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen werden wir die Produktion von E-Komponenten in den nächsten Monaten und Jahren deutlich ausweiten“, sagte Roland Maurer, Leiter Planung und Produktion E-Antrieb bei der BMW Group.

Der vollelektrische MINI wird ab Ende 2019 im südenglischen Oxford gebaut. Die Batterien für das Fahrzeug kommen aus der neuen Batteriefertigung in Dingolfing und die E-Motoren aus dem benachbarten BMW Group Werk in Landshut. Somit wird der neue Innovationsträger der britischen Premium-Kleinwagenmarke einen „englischen Anzug und ein bayerisches Herz“ haben.

Ab 2020 produziert das Werk in Dingolfing zudem die fünfte Generation von E-Antriebssystemen für künftige elektrifizierte Fahrzeuge der BMW Group, wie den BMW iX3, den BMW i4 und den BMW iNEXT. Auch die hierfür benötigten umfangreichen Bau- und Vorbereitungsmaßnahmen sind bereits angelaufen.

Das Komponentenwerk 02.20 führt aufgrund seiner wachsenden Bedeutung und seiner Schlüsselrolle innerhalb des Produktionsnetzwerks ab sofort den Namen „BMW Group Kompetenzzentrum E-Antriebsproduktion“.

Das Werk 02.20 ist einer der ältesten Teile der Werksgruppe Dingolfing. Seit 2015 produziert das Werk Dingolfing dort Batterien und E-Motoren für Plug-in-Hybrid Modelle der BMW Group.

Über viele Jahrzehnte war es Sitz der weltweiten Ersatzteilversorgung der BMW Group. Vor wenigen Jahren zog der Teilevertrieb schrittweise in neue Lager in Wallersdorf und Bruckberg um. Damit wurde die Ansiedlung des neuen „Kompetenzzentrum E-Antriebsproduktion Dingolfing“ möglich. Über 300 Mitarbeiter sind dort aktuell beschäftigt.