BMW München

Im dritten Quartal hat der Konzern 676.000 Autos verkauft, fast neun Prozent mehr als im Vorjahr. In China lag die Nachfrage sogar um ein Drittel höher. Bild: BMW

| von Roswitha Maier

Die wichtige Kernsparte mit dem Automobilbau verzeichnete eine operative Rendite (Ebit) von 6,7 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet. Unter dem Strich verdiente BMW 1,82 Milliarden Euro und damit sogar gut 17 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die gute Entwicklung im China habe über die Beteiligung am dortigen Gemeinschaftsunternehmen zum Gewinnanstieg beigetragen, hieß es. Der Gesamtumsatz fiel um 1,4 Prozent auf 26,3 Milliarden Euro.

BMW hatte bereits mitgeteilt, dass sich die Belastungen aus dem Frühjahr bei der Entwicklung der Kassenlage im dritten Quartal teils umgekehrt hätten. Zudem verschärfte das Unternehmen seinen Sparkurs und gab weniger für Investitionen aus. "Wir steuern das Tagesgeschäft eng an der regionalen Entwicklung der Nachfrage und können jederzeit auf sich ändernde Rahmenbedingungen reagieren", sagte BMW-Chef Oliver Zipse.

Beim operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern, in das die China-Gewinne aus Buchhaltungsgründen nicht einbezogen werden, schnitten die Weißblauen mit einem Rückgang um knapp 16 Prozent auf 1,92 Milliarden Euro wie erwartet ab.

Im zweiten Quartal hatte BMW hier operativ noch einen deutlichen Verlust eingefahren. Der Gesamtumsatz fiel um 1,4 Prozent auf 26,3 Milliarden Euro. Die Aktie lag im frühen Handel nach einem starken Lauf in den vergangenen Tagen jedoch 3,5 Prozent im Minus.

Im dritten Quartal hat der Konzern 676.000 Autos verkauft, fast neun Prozent mehr als im Vorjahr. In China lag die Nachfrage sogar um ein Drittel höher. In Deutschland befeuerten die Kaufprämien für Elektro- und Hybridautos die Nachfrage. In den USA dagegen lag sie weiter deutlich niedriger als vor einem Jahr.

"Wir profitieren heute beispielsweise von der strategischen Fokussierung auf das obere Luxussegment, die wir 2016 getroffen haben", sagte Finanzchef Nicolas Peter. Damals hatte noch Ex-Chef Harald Krüger den Fokus auf besonders teure Autos gerichtet.

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