BMW Vierzylinder München

Die Corona-Pandemie habe im Februar den Absatz in China einbrechen lassen, im März seien die Folgen in Europa und den USA deutlich spürbar, teilte das Unternehmen am Montag (6. April) in München mit. Bild. BMW

| von Roswitha Maier

Im ersten Quartal verkaufte der Konzern nur noch 477.111 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce. In China brachen die Verkaufszahlen um 31 Prozent ein, in Europa um 18 Prozent und in den USA um 17 Prozent.

Die Corona-Pandemie habe im Februar den Absatz in China einbrechen lassen, im März seien die Folgen in Europa und den USA deutlich spürbar, teilte das Unternehmen am Montag (6. April) in München mit. "In Europa sind derzeit aufgrund des Coronavirus rund 80 Prozent aller Händlerbetriebe geschlossen, in den USA sind es circa 70 Prozent."

Vorstandschef Oliver Zipse sagte am Freitag (3. April) in einem hausinternen Interview: "Ich will die Lage nicht kleinreden. Eine so ernste Situation kann selbst große Unternehmen in existenzielle Gefahr bringen - denn die Handelsbetriebe stehen außerhalb von China praktisch still." Absolute Priorität für den Konzern habe jetzt die Sicherstellung von Liquidität.

BMW tue das aus einer Position der Stärke, "aber kein Unternehmen kann eine solche Phase ohne substanzielle Einschnitte bewältigen. Und das muss sehr schnell passieren." Der Vorstand habe umfangreiche Maßnahmen beschlossen, um die Liquidität zu sichern, schrieb Zipse.

BMW hat die Autoproduktion in Europa und den USA gestoppt, in Deutschland sind rund 20.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Zipse sagte, BMW bereite "ein Hochfahren der Produktion zum richtigen Zeitpunkt vor", international koordiniert, auch mit den Lieferanten. Ganz entscheidend dafür sei, wann die Autohäuser wieder öffnen dürfen. "In China produzieren wir bereits wieder in großem Umfang, und auch der Vertrieb nimmt wieder deutlich Fahrt auf", sagte Zipse. Das biete Orientierung, wie es in Europa und den USA laufen könnte.