BMW Samsung Batterie

Dr. Andreas Wendt, Vorstandsmitglied für Einkauf und Lieferantennetzwerk von BMW (li) und Young-Hyun Jun, CEO von Samsung SDI bei der Unterzichnung des Langzeit-Liefervertrages am 20. November 2019 in Korea. Bild: BMW

| von Roswitha Maier

Das Mitte 2018 bekannt gegebene Auftragsvolumen an CATL in Höhe von ursprünglich vier Milliarden Euro wird sich auf 7,3 Milliarden Euro erhöhen (Vertragslaufzeit: 2020 bis 2031). Davon entfallen 4,5 Milliarden Euro auf die BMW Group sowie 2,8 Milliarden Euro auf den chinesischen Produktionsstandort des Joint Ventures BMW Brilliance Automotive in Shenyang. Die BMW Group ist der erste Kunde des im Bau befindlichen CATL Batteriezellen-Werks in Erfurt, Deutschland. „Wir haben die Ansiedlung von CATL in Deutschland intensiv unterstützt und begleitet“, sagt Dr. Andreas Wendt, Vorstand der BMW AG für Einkauf und Lieferantennetzwerk.

Zusätzlich hat die BMW Group einen Langzeit-Liefervertrag für die fünfte Generation an elektrischen Antrieben mit ihrem zweiten Lieferanten für Batteriezellen, Samsung SDI, geschlossen. Der Vertrag hat ein Auftragsvolumen von 2,9 Milliarden Euro (Vertragslaufzeit: 2021 bis 2031). „Damit sichern wir langfristig unseren Bedarf an Batteriezellen. Jede Zellgeneration wird im globalen Wettbewerb an den technologisch und betriebswirtschaftlich führenden Hersteller vergeben. So haben wir zu jeder Zeit Zugang zur bestmöglichen Zelltechnologie“, gab Wendt heute im Rahmen eines Lieferantentags in Seoul, Südkorea, bekannt.

Den für die Zellproduktion benötigten Schlüssel-Rohstoff Kobalt will BMW selbst direkt bei Minen in Australien und Marokko einkaufen und ihn CATL sowie Samsung SDI zur Verfügung stellen. Das gilt auch für Lithium, das BMW ebenfalls direkt bei Rohstoffminen beziehen wird, unter anderem in Australien. Man wolle vollständige Transparenz über die Herkunft der beiden Rohstoffe, heißt es in der Erklärung von BMW.  Außerdem soll ab der fünften Generation der Elektroantriebe ab 2021 komplett auf den Einsatz von seltenen Erden verzichten. „Damit machen wir uns unabhängig von deren Verfügbarkeit“, so Wendt.