Daimler Stuttgart

Der Stuttgarter Autobauer hat sich im dritten Quartal besser geschlagen als erwartet. Bild: Daimler

| von Roswitha Maier

Der Autobauer Daimler hat sich im dritten Quartal deutlich besser geschlagen als erwartet. Der Markt habe sich schneller erholt als gedacht, vor allem im September hätten sich die Geschäfte stark entwickelt, teilte der Konzern mit. Dazu wirkten sich die strikte Disziplin bei den Kosten und die übrigen Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz aus. Auch für den Rest des Jahres erwarte man nun positive Effekte - vorausgesetzt, es komme zu keinen weiteren Corona-Lockdowns.

Deren Auswirkungen hatten Daimler im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen gerissen. Für das dritte Quartal steht nun nach vorläufigen Zahlen ein Gewinn vor Zinsen und Steuern von gut drei Milliarden Euro zu Buche und damit sogar mehr als im Vorjahresquartal. Damals waren es knapp 2,7 Milliarden Euro gewesen. Analysten hatten mit knapp zwei Milliarden Euro gerechnet.

"Wir erwarten, dass diese positive Dynamik auch im vierten Quartal anhält, wobei dabei jedoch die übliche Saisonalität des Jahresendgeschäfts zu beachten ist", sagte Finanzvorstand Harald Wilhelm. Vorstandschef Ola Källenius hatte zuletzt schon mehrfach betont, dass es nach dem Tiefpunkt der Coronakrise mit Nachfrageabsturz und wochenlangen Produktionsstopps inzwischen wieder aufwärts geht. Vor allem in China habe der Markt wieder deutlich angezogen.

Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie hatte Källenius sein ohnehin geplantes Sparprogramm nochmals verschärft, um in der Krise das Geld zusammenzuhalten. Auch langfristig soll aber die Gewinnschwelle deutlich nach unten gebracht werden - auch mit Einschnitten beim Personal. Betriebsbedingte Kündigungen sind zwar vom Tisch, dafür werden auf anderen Wegen Arbeitsplätze gestrichen.

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