Mercedes-Stern

Die jetzige Gutschein-Aktion von Daimler gelte sowohl für vom KBA zurückgerufene Autos als auch für jene Fahrzeuge, für die ein freiwilliges Software-Update angeboten worden war. Bild: Daimler

Der Konzern kündigte am Montag (21. Oktober) an, dass Käufer von Mercedes-Diesel-Fahrzeugen mit den Abgasnormen Euro 5 und 6b mit einem Verrechnungsgutschein im Wert von 100 Euro belohnt würden, wenn sie dafür in einer Werkstatt in Deutschland ein solches Update in ihrem Auto aufspielen ließen. Das Geld werde nicht in bar ausgezahlt, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Stattdessen würden Gutscheine ausgestellt, mit denen in Werkstätten Waren und Dienstleistungen erworben werden könnten.

Die Aktion gehe bis zum Jahresende und gelte auch rückwirkend. Das heißt, dass sich auch jene Kunden, die schon in der Vergangenheit ein entsprechendes Software-Update in ihrem Auto haben aufspielen lassen, einen Gutschein abholen können. Man wolle «einen Anreiz schaffen, dass das Update möglichst schnell aufgespielt wird», sagte Georg Abel aus der Geschäftsleitung des Mercedes-Benz-Vertriebs.

Rechtsanwälte warnen jedoch vor vorschnellem Handeln. "Auch wenn sich das Angebot der Daimler AG zunächst verlockend anhört, sollten betroffene Autofahrer hier äußerst vorsichtig sein", erklärt Rechtsanwalt Dirk Sinnig, dessen Kanzlei im Abgasskandal die Interessen von mehreren tausend betroffenen Autofahrern vertritt.

Denn wer das Update aufspielen lässt, läuft Gefahr, seine Gewährleistungs- und Schadenersatzansprüche in Höhe von mehreren tausend Euro zu verlieren oder zu verwirken.