BMW-Chef Krüger will das Unternehmen auf Digitalisierung trimmen. Bild: BMW

BMW-Chef Krüger will das Unternehmen auf Digitalisierung trimmen. Bild: BMW

Das Interesse von IT-Unternehmen wie Apple oder Google am Automobilbau macht aus seiner Sicht deutlich: "Individuelle Mobilität wird ein attraktives Geschäft bleiben."

Mit konkreten Umsatzvorgaben in dem Bereich hält sich der BMW-Chef aber erstmal zurück. "Ich gehe davon aus, dass die Bedeutung der Mobilitätsdienstleistungen für unser Unternehmen und damit der entsprechende Umsatzanteil deutlich zunehmen werden. Aber die digitale Entwicklung schreitet viel zu rasch fort, um sich heute auf eine Zahl festzulegen." Der Wandel der Industrie soll sich bei BMW auch in der Führungskultur zeigen. "Im Digitalzeitalter gilt: Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser",  sagte Krüger dem Wirtschaftsmagazin Bilanz.

Um bei der Digitalisierung vorne dabei zu sein, will BMW noch in diesem Jahr 500 IT-Experten einstellen. Aktuell seien bereits 100 Stellen ausgeschrieben.

In der kommenden Woche feiert BMW mit seinen weltweit rund 116.000 Mitarbeitern die Gründung der Firma vor 100 Jahren. Mitte März will Krüger dann mit der Bilanz die neue Strategie vorstellen und erklären, wie sich BMW in den kommenden zehn Jahren weiterentwickeln will.

Auch der Volkswagen-Konzern hatte sich bereits im vergangenen Jahr den deutschen Digitalstrategen Johann Jungwirth ins Boot geholt. Audi will in Deutschland dieses Jahr 1200 Experten für Elektromobilität und Digitalisierung einstellen. Der digitale Wandel mit immer mehr Internet im Auto sowie die Umstellung auf alternative Antriebe sind die beiden wichtigsten Zukunftsthemen der Branche.