Auf dem Genfer Salon Anfang März zeigt Audi einen seriennahen Ausblick auf seinen kompakten Elektro-SUV, der noch zwei Jahre auf sich warten lassen wird. Das Serienmodell des Q4 E-Tron Concept ist anders als der jüngst vorgestellt E-Tron und der ihm Ende des Jahres nachfolgende E-Tron Sportback auf dem modularen Elektrobaukasten des VW-Konzerns unterwegs, während die elektrischen Erstlingswerke vom Vorgänger des aktuellen Audi Q5 abgeleitet wurden und rund 4,90 Meter lang sind. Wenn der circa 4,50 Meter lange Audi Q4 E-Tron Sportback wohl kaum vor 2021 zu den Kunden rollt, ist er eng mit der ID.-Familie von Volkswagen verwandt. Wahlweise dürfte es ihn mit Heck- oder Allradantrieb sowie mit Leistungen zwischen 150 und knapp über 300 PS geben. Die im Boden (Radstand ca. drei Meter) verbauten Akkupakete erlauben Reichweiten von 300 bis 500 km.

Die ersten der Genf-Studie zeigen einen gewohnt markigen Auftritt mit schmalen LED-Scheinwerfern und mächtigen Lufteinlässen und einen üppig dimensionierten Radsatz. Die Silhouette des Audi Q4 E-Tron Concept zeigt dabei eine abfallendere Dachlinie, als man es von dem konventionell angetriebenen Q8 kennt, der im Herbst mit dem Q3 Sportback einen kleinen Coupébruder bekommen wird. Der Innenraum des Q4 E-Tron ist ebenso nüchtern und klar designt, wie man diese von allen Audi-Elektromodellen erwarten kann. Große Displays sind dabei ebenso gesetzt wie ein Head-Up-Display und großzügige Platzverhältnisse für bis zu vier Personen.

Noch kompakter wird das elektrische Basismodell sein, das Volkswagen wohl kaum vor Ende 2023 / Anfang 2024 auf den Markt bringen wird und danach zu einem der meistverkauften Elektrofahrzeuge auf dem Markt werden soll. Es handelt sich um einen fünfsitzigen Crossover in den Abmessungen des konventionell angetriebenen T-Roc. Die ID.-Familie wird Ende des Jahres mit dem kompakten ID. Neo starten. "Wir werden coole Elektroautos bauen, die Spaß machen, schön gestaltet und vollständig vernetzt sind", so der oberste Produktstratege von Volkswagen, Michael Jost. Das zukünftige Volkswagen-Einstiegsmodell basiert ebenso wie die anderen Modelle der ID.-Familie, sowie die meisten Modelle von Seat, Skoda und Audi auf dem modularen Elektrobaukasten MEB und soll eine Mindestreichweite von 300 Kilometern bieten. Bis 2022 sollen 27 Fahrzeuge im gesamten Volkswagen Konzern auf der MEB-Plattform unterwegs sein.